Digitaler Nachruf

Ich werde von meiner medialen Abhängigkeit bestraft: Ich schnüffelte an meinem Computer. Nichts. Der Geruch von Platinen. Er oder Sie war tot. Nur ein blinkendes Ordnersymbol mit Fragezeichen auf dem Deckel, wie der finale Piepton eines Herzmessgerätes, bleibt mir, dem Trauernden.
Nachedm mir diese Ostern vor lauter Frühlingsgefühlen mein Mobil, ein Motorola Razr, schon pünklich zum Garantieverfall dahin gesiecht war und damit eindrucksvoll einen perfekten Produktzyklus aufgezeigt hatte, war mir nun völlig die digitale Welt entrissen worden. Die Dämone der Langeweile grinsen schon aus den Schatten der analogen Realität.
Völlig belanglos, findet mein Bruder, aber fatal für das Leben der Gegenwart. Ich kann mich an keinem Unikurs anmelden, keine billigen Überseegespräche nach China führen, niemandem per Statusnachricht von den famösen Schokoeier berichten und auch keinen Termin bei meinem Technical Support Anbieter machen. Vielleicht bedeutet mir das Schicksal so eine weltbewegende Lehre: „Beschrifte Aktenordner niemals nur mit einem Fragezeichen. Das durchschaut der Steuerfahnder sowieso.“ Ich zieh daraus jetzt besser keine Metapher fürs Leben.
Der Stadt und dem Weltkreis – Dem Benutzer und der Netzgesellschaft. Bleibt Unabhängig.

Filthy Release Partäi!

Die Sonne geht unter und Frau W. aus R. und ich zuckeln auf unseren 80ees Bikes durch München wie die Cowboys gen Rote Sonne. Nur, dass das in München ein dancable Elektroschuppen ist und wir zwei Plätze auf der Gästeliste für die Releaseparty des Albums „Nonsense in the dark“ der „Filthy Dukes“ gewonnen hatten. Porno dachten wir und hatten vorher noch nie was von denen gehört.
Ruhig etwas später wurden die Pferde angeseilt und wir gingen rein. Vor der Tür kein Türsteher und erst recht auch keine Leute. Wir dachten schon gleich kommt: „April April“ und ein Foto von uns mit Schock verzerrten Gesichtern. Aber nein, es war halt einfach Mittwoch (der erste April) mit nur Taxis und Polizeiwagen auf den Strassen.
Drinnen war es leer. Es hatte wohl ungefähr jeder, der da war, zufällig beim Gewinnspiel Glück gehabt. Wuups! Und schon fangen wir uns den ersten kostenlosen Sekt ein von zwei angeschwipsten Geburtstagsgirls mit geilster Megabrille. Super! Stößchen.
Die Musik der beiden Londoner DJs war trotz kleinem Publikum total geil und auf jeden Fall enorm tanzbar. Wir rockten die Tanzfläche. Die Musik wurde lauter und unsere Ausfallschritte immer größer.  Am Ende hatten sich die eiden Sektmädls jede einen Typen geangelt und wi hingen abgedancet und keuchen in den Sofaecken rum. 3 Stunden später ging für mich wieder der Jettset los. Hamburg über die Häschentage.
Wagt Neues. Ich „hol“ mir jetzt erstmal deren Album. Peace out!

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Das Ein-Euro-Restaurant

Das Genuss-Schlachtfeld bei Japan Sushi GourmetNachdem wir am heiligsten aller Wochentage unsere Juwelen ins Museum geschleppt hatten und bayrisch-übereifrig um fünf vor Ladenschluss wieder raus geworfen wurden, machtes es Puff und wir wurden zu Restauranttestern. Ohne Fünf-Sterne-Vorsatz war unser Ziel „Japan Sushi Gourmet“. Und mit ähnlichen Google-Schlagwörtern ging es weiter, denn deren Motto ist: „1 Sushi = 1 Euro“. Klang eigentlich verboten billig, vorallem, da der Japaner am Hauptbahnhof neben NightClubs und Billigimbissen gestrandet ist. Wir waren Gläubige der guten Internet-Crowdsource-Rezenssionen.
Wir kommen an und der Laden war leer. Es war ein kleiner Verschlag mit abgedeckten Neonröhren an der Decke und ausgedruckten Sushibildern an den Wänden. Die Bedinung hatte einen vietnamesischen Akzent. Normalerweise Zeichen für Kochkurs-Level „Thai and Sushi“ Verarschungen. Hier aber nicht, denn die zwei Köche waren Pimps und dazu noch Japaner.
Wie im Wahlbüro macht man seine Kreuzchen auf einer lange Liste von Sushis, deren Bilder man eingeschweißt vor sich hat. Sogar so Alpenvorlandseltenheiten, wie Jakobsmuscheln, Seeigel oder Gelbschwanzmakrele glänzten für einen Euro auf unseren Glastellern. Die Qualität war galaktisch, vorallem für das meerlose Bayern, das einem sonst oft Papmaschee-Reiskreationen präsentiert. Auch Getränke sind, wie ich eigentlich weise vorrausgesehen hatte, nicht der neunköpfige Euroverschlinger, sonder für niedliche 1,50€ pro Grüntee völlig studentenfähig.
Abstriche gaben wir nur für das Ambiente. Auch japanische Gäste kamen kurz nach uns an Bord (immer ein gutes Zeichen). „Japan Suhi Gourmet“ ist eine der größten Empfehlungen für japanisch geile Genießer in München mit Ambitionen zum wilden Ausprobieren. Telefonische Abholbestellung möglich.
Rettet die Esskultur und wagt auch mal die Absteige.

Die Smarties ohne AppleCare

Ok, ich weiß, dass sowas immer eine religiöse Debatte auslöst, aber ich bin ein Mac-User. Ich habe so eine Macbook-Schneekönigin in weiß. Eigentlich finde ich die Computer auch geil, aber meiner war schon öfter kaputt als Michael Schuhmacher Weltmeister: DVD-Laufwerk, Plastikverkleidung, DVD-Laufwerk, Ladegerät, Batterie, Plastikverkleidung. Ja, und wegen der letzten Sache mit der Plastikverkleinung wollte ich mal dem neuen Mutterschiff des Apfel-Imperiums hier in München einen Besuch abstatten. Ich habe, gepriesen sei die Weitsichtsgöttin, irgendwann mal so eine AppleCare-Garantieverlängerung dazu gekauft, so habe ich jetzt drei statt einem Jahr World-Wide-Warrenty.
Ich also frohen Mutes am Marienplatz in den Apple-Bunker und zur „Genius-Bar“, den alten selbst inzenierten Intelligenzbauklötzen. „Ich hab da einen Garantiefall.“ „Ah, da musst du erst einen Termin mit unserem Concierge ausmachen. Der Mann in orange“ – er selber war dunkel blau. Sonst waren die Computer-Andreher alle hell blau. Ich hin zum einzigen Orangimon und schon etwas angepisst von der dreißten Abwimmelei. „Ich will mein Macbook reparieren lassen.“ Orange, zieht wie ein Cowboy sein iPhone und fängt wie Dr. McKoi aus Star Trek an darin rumzutippen. „Name? E-Mailadresse?“ „Neee! Ich will jetzt da hin? Ich bin extra her gekommen!“ „Das geht leider nicht. Für ein Macbook haben wir erst wieder um drei einen Termin frei.“ Das war in einer Stunde. In die Knie gezwungen von dem puren Bürokratismus gebe ich auf und verlange einen Terminzettel mit der Zeit als Bestätigung. „Sowas haben wir nicht.“ Die Orange geht.
Ich koche. Man hätte mit mir gut eine ganze Teezeremonie mit heißem Wasser versorgen können. Diese möchtegern trendsüchtige Smartiesfraktion hat mich, den im vorraus bezahlenden Kunden, einfach so wieder zu Tür raus geschnippst und war noch nicht mal im Stande die dreitausend Jahre alte Technik des beschriebenen Terminzettelchen anzuwenden. Un-ver-schämt!
Ich hatte noch einen anderen Termin, auf der Aganda: Meine Brille wollte auch Reperatur. Ich gehe abgewimmelt zu meinem Optiker in der Sendligner Strasse. Dort: Man begrüßt mich höflich, nimmt meine Brille, tauscht in fünf Minuten freundlich die Bügel aus, entschuldigt sich, plauder und lobt mich für meine Unkompliziertheit und öffnet mir noch die Tür zum Abschied. Perfekt! Fünf Sterne mit Bonuspunkten. Ich muss auch dazu sagen, dass meine Brille wahrscheinlich sogar teurer als mein Computer war. Spezialanfertigung aus Japan und so.
Also habe ich noch einer Stunde rumgeshoppt, den Muji Laden und den japanischen Supermarkt abgeklappert. So komme ich zehn Minuten vor dem Termin wieder in den Apfel Dungeon. Man bietet mir keinen Stuhl an, keinen Kaffee, guckt nur genervt in meine Richtung. um zwei nach drei Frage ich Mr. Orange, ob ich mich irgendwo melden soll oder wie? „Warten sie, ein Kollege kommt gleich“. Ja, und zwar dann auch noch zehn Minuten zu spät zu seinem Termin mit seinem Kunden. Pein-lich!
Ich erkläre kurz die Notlage. Er, in dunkel blau, befiehlt mir einen „Apple“ Benutzer mit Passwort „apple“ auf meinem Laptop anzulegen (Hardwareaustausch – warum?). Will Mail und Telefonnummer wissen. Ist nicht in der Lage den Annahmevertrag mit mehr als Schriftgröße 6 auszudrucken und so klebe ich Ewigkeiten Zentimeter über dem Fetzen und lese die Bedingungen des Gefangenenaustausches. Ich frage wütend wie lange es dauert und hebe hervor, dass es schon das fünfe Mal Garantiefall ist. Er überlegt und garantiert mir mit dem Lächeln eines großzügigen Königs zu seinem dummen Bauern, dass er sich persönlich daran setzen werde und es wohl heute oder morgen fertig sie. Ich beschwere mich über den Service und gehe.
Am Abend: Dunkelblau ruft mich an. „Ihr Macbook ist fertiggestellt.“ „Heute hab ich keine Lust mehr es abzuholen.“ „Dann müssen sie morgen wieder einen Termin machen“ „Können sie das nicht kurz machen. Ich würde so um elf kommen.“ „Nein, das kann ich hier leider nicht. Gehen sie einfach ins Internet auf unsere…“ ich unterbreche: „Ich habe keinen Computer, den habe ich bei ihnen zur Reperatur gegeben. Wo soll ich ins Internet gehen?“ „Fragen sie doch einen Kumpel.“ „Jetzt um diese Uhrzeit noch?“ „Ich kann das leider nicht machen“.
Am morgen leihe ich mir genevt den Mac meiner Mitbewohnerin aus und klicke mich durch eine pompöse Webzweinull Anwendung, die mich behandelt, als sei ich drei und würde gerne einen roten Lolli kaufen. Sie: stürzt ab. Ich: „Oh nein!“ Aber irgendwie hat es doch gesendet und ich habe einen Termin. How greatful dear Big Brother Apple.
Ich wieder in die Innenstadt und gleich zum Orange-T-Shirt. Warte kurz und ein Hell Blau bringt mir den Laptop und verkündet stolz die Errungenschaft einer ausgetauschten Tastatur. „Ja ja, wurde ja auch Zeit nach fünf Mal.“ Er irritiert, ich im Zustand völlig fassungsloser Genervtheit.
Das Fazit: Kauft keinen Mac, außer ihr wollt den Wolf im Design-Pelz oder die wenigstens mitgelieferte, annähern fehlerfreie Bedienungshilfe-Software für Menschen mit besonderen Bedienungen, wie mich (z.B. Bildschirmlupe). Auch noch im Laden: Alte-Leute-Verarschung für viel Geld. Punkte in der Servie Note für den Kandidaten: Null, trotz amerikanischem Mutterkonzern.
Update 29.3.09: Okey, ich geb’s zu: Ich würde wieder einen Mac kaufen, vor allem, wenn der dann so ein iPhone Touch-Screen hat. Das neue Macbook ist nämlich schon geil!

Das Positive: Ich habe mir heute noch im Muji Laden einen Block und einen Alu-Bleistift fürs Portmonails und einen japanischen Stuhl ohne Beine mit Kissen für den Boden gekauft. Das ist pornös, Leute!
Bleibt dem Service treu. Peace out!

Feldzug gegen den Schnee

rüsten für den Feldzug
Die Klausurenphase, meine Askesezeit, war beendet, München war grade frisch von Petrus eingepudert worden und ich steige um kurz vor sechs Uhr morgens bibbenerd wie ein Löwenjunges im Kühlregal in den Bus. Ich hatte bis jetzt immer die passenden Ausreden parat gehabt, aber nun war meine Eieruhr abgelaufen: Nach gefühlten fünf Jahren war ich da grade das erste Mal wieder auf dem Weg, um meine Snowboard-Skills auf die Piste zu legen.
Mit dem Auto parkten wir in Scheffau auf einem vereinsamten Parkplatz. Es gehört zu dem Skigebiet „Wilder Kaiser“, aber wild waren hier grade nur meine Frisur und die Windgeschwindigkeiten. Außer, dass ich sonst alles von einem Nuschelakzent Rasterlockenösi ausleihen musste hatte ich noch meine prono „Solar Shield“ Sonnenbrille mit orangenem Kontrastverstärkerglas am Start. Es ging los. Und es flutschte wieder richtig am Anfang, außer, dass ich natürlich unauffällig verschweige, wie ich immer als letzter am Lift war. Wir waren wie Heidi auf dem einsamen Berg.
Doch dann so gegen 10 kamen sie wie der apokalyptische Heuschreckenschwarm: Schulklassen, Niederländer und Briten mitsammt Windstärkenzuschuss und auch mal Hagel. Gegen Mittag war ich schon total fertig und wir sind ins Tal gefahren, um etwas zu essen. Weil ich gierig meine Brötchens schon zum Frühstück desintegriert hatte, musste ich mich in die Stationskneipe wagen.
Das Ambiente stellen blutrote Plüschbänke und ein verwuschelter Barmann. Leider war irgendwie einfach fast alles auf seiner Karte aus oder mit Würstchen. Ich nähm die Pommes aus der MIkorwelle und eine Instantbrühe mit Puffbohnenzeugs. Und schon ging die Disko los. Kaum angefangen mit dem Skitag durfte ich mir das Apres-Ski Album der letzten Saison antun, freundlich mitgesungen von meinem Mikorwellen-Chefkoch. Seine Arie zu „Hörst du die Regenwürmer husten?“ (Link nur als Reverenz, anhören kann seelische Schäden verursachen) hätte bestimmt mehrere rohe Eier und eine Bananenschale verdient.
Als wir wieder rauffahren war die Bollywoodfilmkulisse der Aplenberge schon recht zugenebelt. Durch meine Filterbrille wirkte alles als würde es in einer riesigen Hühnerbrühe rumdümpeln. Ein bisschen konnte ich noch hier eine Kurve nehmen, da eine Abhang herabsausen und dort Stürze im Funpark anschauen. Aber dann: „Sie arbeiten jetzt mit Reservebatteriestrom“ und ich musste mich auf die nächste Hütte schleppen für einen „Recharge“. Nachdem ich fünf Minuten die Renter in ihren bunten Jacken und Hosen vom Sportdiscounter in natürlicher Umgebung beim Kaffeeklatsch studiert hatte, kam der Rest der Rasselbande vom Sturm vertrieben auch an meinen Tisch im Altersheim-Look.
„There was much rejoicing“ und das Selbstbedingungsrestaurant. Ich, wieder verstöhrt vom Würstchen-dominirten Speiseplan, griff zum Germknödlen und Cappucino. Der war so schlecht und lasch, dass er fast als destiliertes Wasser hätte durchgehn können.
Kurz danach schmiss sich der Rest wieder gegen den Schneesturm. Ich, wie mein Kaffe – lasch und kraftlos, saß noch eine Stunde da, schreibe hierfür und wurde auf Schluck und Bissen verfolgt, von der hartneckigsten Stasi-Sonderbedinung, der immer argwönischer auf meinen dahindampfenden Kaffee starrte, um dann sogar demonstrativ neben meinem Tisch auf zu marschieren, bis ich endlich den letzten Tropfen abnippte und mich bedingungslos ergab.
An dieser Stelle fällt mir auf, dass mein Ofen ausgegangen und vollgelaufen ist. Ich muss ihn mit der Hand ausschäffeln, dabei überkommt mich einen Wutanfall auf die Technik, den Fortschritt und das kalte Wetter.
Das boarden war wieder geil! Drei Tage Muskelkarter und ein gutes Raklettessen waren die Folgen. Man konnte sogar seine Liftstatisik runterladen. „This is sooo 2006“ finde ich und vermisse die interaktive Karte.
Bleibt cool, Finger weg von Apre-Ski Musik.

About the Author

LogoThe author of this magazine-blog (Mog) is a self-centered, illusive artificial intelligence, uploaded to the internet by an anonymous alien as revenge for being fee’d on an incorrect parking ticket for its crash-landed spacecraft.

The A.I.’s evil plan is to monopolise all coffee production on earth, leaving menkind’s mental power totally unprodected and thus bringing civilization – and parking tickets – to an end.

In its spare time it likes to shop high heeled shoes and flowered tablecloth on Amazon using the credit-card information it obtained by massivly processing Facebook friend lists.

After its last major role in the Lord of the Rings, posing as a tree, it was long working part-time as the automatic station announcement voice on Munich’s subway lines.

Most experts assume its program code to be faulty and the plan not jet in place. I, however, believe otherwise.

Die Grüne Tee Revolution

Green TeaWeil hier die Schlechtwetterfront „Lernzeit“ immer noch nicht abgezogen ist, steht heute Kochen auf dem Programm. Nach Putzen optimal auch führ eure Prokrastination.
Zuerst mal etwas über meine grüne Droge aus Fernost – und es ist nicht die Absinth-Fee. Grüner Tee. Ich hab sogar extra noch mal einen aufgesetzt nur, um euch dieses pornöse Foodstylisten-Foto zu präsentieren. Bitte, virtuellen Applaus!
Wie er schmeckt: Immer wenn ich Leuten das Zeug anbiete fangen sie hysterisch an zu kreischen: „Ahh, das ist ja Neongrün!“ und dann: „Das riecht ja nach Gras“. Ok, ich weiß das Auge trinkt mit und Nahrungsmittel in Farben wie Giftfrösche sind nicht gerade im Hype. Aber, weil unbehandelt (geröstet, fermentiert, parfümiert, aromatisiert und gefärbt), schmeckt und riecht der nun mal nach „deine Mudda“ Natur. Je nach Art reicht das von über-bitter gen nussig zu zart.
Wie man ihn macht: Am besten, man hat so eine nicht-handelsübliche gusseiserne Kanne, wie im Bild. Kauft man solche Kannen aber hier irgendwo, wird man so weit über den Tisch gezogen, dass man eigentlich schon darunter liegt und es fast einem Raubüberfall gleicht. Also nicht machen und besser einfach eine möglichst keine Porzelankanne mit Teesieb kaufe. Die kann man zwar nicht auf das offene Lagerfeuer stellen, aber welche Münchner Altbauwohnung hat denn auch feuerfesten Laminatboden.
Einfach Tee ins Sieb (etwa einen Teelöffel) und mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher für die Fertignudelsuppen aufgießen. In München ist da so viel Kalk drin, dass das Wasser eher verdampft als, dass es zu heiß zu werden. Ich lasse den Tee 2 Minuten ziehen. Dann macht er mich richtig wach. Nach etwa 3 Minuten ziehen fängt er an mich eher müde zu machen.
Wo man ihn herbekommt: Man importiert ihn am besten direkt über eine alte Dame aus Tokyo, z.B. meine Brieffreundin. Jetzt nicht die Augen verdrehen und nach der verteckten Kamera auf der Webseite such, denn natürlich kann man alte Damen aus Japan nicht bei Amazon per Bankeinzug bestellen. Achtet einfach darauf niemals Beuteltee zu kaufen. Das ist ganz böses Pfui, denn so Zeug hat mehr Eingriffe hinter sich als Britney Spears. Also kauft losen Tee. Außerdem solltet ihr möglichst den feinsten nehmen, weil die Japaner den groben Müll, der ihre Zungen sonst quälen würde, einfach in den Westen expodieren. Das nenne ich nachhaltige Umweltpolitik. Achja, Milch und Zucker führen zu sofortiger Enthauptung.

„Drink green tea and your doctor smiles.“ Bis nächstes mal mit Koffeinschock.