Give away – Das Leben in 4 Kisten

Es überkam mich endlich: die Packwut – wie der Vollmond den Werwolf. Ich hab erst alles, mein komplettes Zimmer, mein Leben von 3 Jahren München, in Kisten gepackt. Dann kam die Panik, das Herzrasen und die zitternden Hände: Es war zu viel. Dann wieder alles raus. Die Hälfte – ja die Hälfte meines Lebens – ging dann in den Gemeinschaftsmüll, wurde aussortiert, wurde zur Kleidersammlung gegeben oder verschenkt. Und das ist genau der Punkt von diesem Beitrag
Ich habe noch ein paar Dinge, die einfach noch total heile oder neu oder toll sind und ich würde sie gerne jemandem schenken, der sie gut gebrauchen kann. Andere Dinge würde ich gerne für ein Jahr verleihen, weil sie einfach lustig oder praktisch oder schön sind und vom Rumstehen niemand was davon hat. Deshalb gibt es jetzt hier eine Liste. Wer etwas möchte meldet sich. Alles was bis 1. September noch da ist kommt weg.

[Subjekt-Liste wurde Zensiert] 
Begründung: Verfallsdatum überschritten.

Abholen müsst ihr’s selber. Wer weiß wo ich wohne, kann auch gerne mal vorbeischauen. Bin zwar kein Second Hand Laden jetzt, aber fürn Kaffeklatsch immer zu haben. Kommt vielleicht noch was dazu.

Übrigens heißt mein Forschungthema seit gestern: „Control Integration of Amphibious Active Cord Mechanism ACM-R7 with Large Joint Motion Range“ – echt griffiger Titel. Zwei Lehrstühle wollen es schon als Semesterarbeit hier betreuen. Auf einmal bin ich dann noch keine Nummer mehr, oder wie?
Seid nicht das kleine Rädchen in System und „give away, what needs to be given away“. Genießt das Leben auf Schleuderwaschgang, denn eigentlich ist es doch nur ein Probeabo.

Kurzer mit Limette

„Berlin Calling“ DVD Set – ist das nicht geil? Ich hab zugeschlagen – damit ich den Japaner auch etwas deutsche Kultur bieten kann.
Übrigens ein anderer Kulturtipp für die Münchner ist das Brandhorst Museum neben den Pinakotheken. Die Architektur ist einfach porno und die Kunst modern und hat interlektsteigernde Nebenwirkung.

How to Sushi-Party

Ich hatte gerade ein Abendessen mit ein paar Freunden und sitze jetzt noch mega bedusselt vom Weißwein vor meinem Macy – schlimm diese Studenten, die könnten ja noch die Zukunft unseres Landes werden. Bevor ich dieses Land aber verlassen will ich euch noch einen Meilenstein der Evolutionsgeschichte, die Sushi-Party, hinterlassen. Wie wird richtig and more importantly billig gesusht?

1. Der Trip zu den Supermärkten
Die Bleistifte angespitzt und rauf auf den Einkaufszettel muss: Thunfisch und Lachs (roh: etwa insg. 100g pro Person), Japanischer Sushireis (1 Tasse pro Person), Reisessig („Su“), Sojasoße, Wasabipaste, Nori-Blätter (1 Packung á 10 Blatt für 3 Personen), eingelegter Ingwer (1 Pack pro 4 Leute). Außerdem frei nach Wahl und Vegetariern am Tisch ein paar Karotten und Avocados, eine Gurke und eine Packung Eier. Für Fahndungsfotos klickt auf die Zutaten.
Kauft möglichst viel davon in einem normalen Supi, den Rest gibts im Asialaden. Achtung: Diese Dinger importieren oft qualitätsloses Zeug aus China und hauen Unkrautwucher-Preise drauf. Geht in München zum Mikado, einem jap. Importer.

2. Das Vorspiel am Herd
Kocht den Reis. Macht das so portionsweise, gell. Dick auftrumpfen wie in der Mensa ist hier nicht. Elektrische Reiskocher sind auf jeden Fall die besseren Liebhaber. Mischt ungefähr auf 200ml Reisessig 2 Esslöfel feinen Zucker und 1 Teelöffel Salz. Gut rühren. Den fertigen Reis in eine Schüssel klatschen und ca. 70ml der Essigmissche auf die Menge von 3 Tassen ungekochtem Reis untermischen. Ihr braucht schon eine Tasse ungekochten Reis für jeden Gast.
Derweilen engagiert ihr eine schmucke Assistentin. Sie soll das Ei zu Omlett machen. Erst wird wieder gepuncht: 3 Eier werden mit 1 EL Zucker plus einer Priese Salz verrührt und dann alles omlettiert. Jetzt kommt der Trick mit dem Messer: Das Omlett muss in Streifen geschnitten werden. Euer kleiner FInger ist die Reverenz in Länge und Dicke… ungefähr… und Reverenzfinger bitte nicht abschneiden.
Das Gemüse nett behandeln und auch in Streifen schneiden wie beim Omlett. Karotten sind hart und müssen deshalb schööön dünn. Nicht, dass ihr noch eure Goldzähne im Sushi verhaut. Die Noriblätter mit der Küchenschere einmal in der Mitte teilen, wie Mose das Meer.
Tisch decken, nett lächeln, Trinksprüche halten und los gehts.

3. Die Essphase
Jeder Mitspieler mischt sich die Sojasoße mit etwas Wasabi zurecht. Große Kinder benutzen Stäbchen. Man nimmt sich etwas Reis in die Mitte des Nori und macht da rein einen kleinen Kanal mit den Stäbchen parallel zu der kürzeren Seite. Wie beim BBQ könnt ihr euch jetzt alles da hin hauen, was ihr wollt. Dann einfach locker aufrollen, sodass es beim halten nicht gleich einen auf Römisches Licht macht und ab zum Waterboarden in der Sojasoße. Der Höhepunkt im Schlussakt: Genießen, den Autor des Rezepts hoch preisen und immer etwas Ingwer zwischendurch naschen – killt böse Mikroben und neutralisiert den Geschmack des wahren Könners.

4. Bonuspunkte
Dazu empfiehlt das Haus Weißwein oder Bier. Gewagte können auch im Asialaden Krebsfleisch-Imitat – echtes bemerkt ihr eh nicht – dazu kaufen. Andere Meerestiere gehen immer. Grüner Tee sollte wenigstens obligatorisch angeboten werden. Besonders viele Bonuspunkte gibts beim Abwasch.
Bei dem Ganzen sind acht Leute noch gut zu händeln. Ab Zwölf wirds echt stressig und man hätte auch einfach beim Sushi-Express bestellen können.

Das Leben ist ein Genuss mit Werbepausen. Gönnt euch was. Sushi, over and out.

Gezeichnete Romanwelten

Sie sind so ein bisschen die Subkultur der Emos, totally geeky und verschrieen: „Das ist doch nur Pokemon und Porno!“. Animes sind mega im Trend, denn Geeky ist eben schon seit der Wii, Wall-e , Twitter und der Piratenpartei total der Hype der ausklingenden ’00er. Heute erklär ich euch, warum man nicht nur nackte Brüste und flashige Stop-Motion-Kampfszenen von ihnen erwarten kann.
Hier in Deutschland kennt jeder die ganzen billig Importe aus den 90gern wie Sailor Moon oder Pokemon. Vor einer Weile waren es dann Titel wie „Bleach“, in dem ein samuraimäßiger Totengott seine riesen Klinge gegen andere fiese Seelenspeiser wendet, oder „Naruto“, in dem ein Ninjalehrling immer das Böse zu vereiteln versucht. Das ist alles billige Popkultur. Gemacht um zu gefallen und vor allem um es zu kommerzialisieren. Merchandising ist eben schon seit „Krieg der Sterne“ mit uns.
Aber in Japan selber gibt es noch viel mehr. Anime ist da nicht unbedingt ein Genre, sondern Animes gibt es dort in Genres – von Horror über Science-Fiction oder Samuraisagen bis hin zu High-School-Romanzen. Jeder guckt sie und sie sind oft so gar nicht für Kinder gemacht: Es geht dann um Tod, Betrug, Mord und Krieg. Grafisch sind die meisten sehr anspruchsvoll gezeichnet und ich bin begeistert von der puren Kunst.
Nun sitzen wir in Deutschland und wollen nicht auf fünf Jahre alte Klamauken und ihre lamen deutschen Synchronstimmen warten. Deshalb haben sich im Internet bei Animes ziemlich früh die Fansubs durchgesetzt. Da untertiteln sprachflexible Leute in ihrer Freizeit rohe Fernsehaufnahmen, „Raws“, die ihnen Japaner von einem-Tag-alten Animefolgen ins Netz stellen, auf Deutsch oder Englisch. Das ist sogar schon so perfekt, dass der japanische Text im Filme digital durch Deutschen ersetzt wird.
Meine Lieblingsgruppe ist Subs4u, die in deutsch untertiteln. Die neuen Folgen werden als gesponsorter Direktdownload oder als Torrent über P2P verbreitet. Das ist ein rechtlicher Graubereich, denn diese Filme sind in Deutschland noch nicht lizenziert. Die Verbreitung hat für beide Seiten Vorteile und wird von den japanischen Studios geduldet, da so in Europa ein Markt für Animes entsteht und sich unbekannte japanische Hits hier verbreiten. Wird ein Anime lizenziert und kommt hier auf DVD oder im TV raus, stellen die Fansub-Gruppen die Verbreitung ein.
So, zum Schluss meiner kleinen Subkulturaufklärung ein paar Sehtipps auf die Netzhaut:
Casshern Sins: Der einzige nicht unsterbliche Roboter Casshern sucht in einer apokalyptischen Welt nach der Erlösung und versucht die Roboter vom Tod zu befreien. Ich liebe das Design der Figuren und ihre dunklen Charaktere. Es geht viel um das Thema Sterben, Unsterblichkeit und Glück. (Sci-Fi Action)
Ga-Rei Zero: Eine Gruppe Exorzisten bekämpft böse Dämonen als Teil einer geheimen Regierungsorganisation im Kill-Bill-Stil. Ich finde es geil düster. Es geht um Gier nach Macht und Freundschaft. (Action Thriller mit etwas Horror)
Monster: Dieses Thriller-Anime ist ein Klassiker in Japan. Es geht um einen japanischen Arzt in Deutschland der 60er. Es ist sehr schön gezeichnet und dreht sich um gesellschaftliche Intrigen. (Sozialdrama)
Mushishi: Es geht um verborgene und magischen Geister, um die sich ein Mushishi wie ein art Förster kümmert und so mittelalterliche Landschaften durchstreift. Dieses Anime hat in Japan Preise gewonnen und ist sehr liebevoll aufgemacht. (Fantasy-Sage)
Dennou Coil: Ein paar Kinder erleben lustige Abenteuer in der Paralellwelt des Cypberspace, den sie durch ihre Brillen auf die Realität projizieren. Es ist freundlich gehaltene Science-Fiction mit viel Japan-Flair und ein bisschen „Die Drei Fragezeichen“. (Sci-Fi Abenteuer)
Außerdem empfehle ich euch Golgo 13 (Ein Auftragskiller-Thriller) und Irresponsible Captain Taylor (Eine Raumschiffkomödie mit einem völlig faulen Captain).
Vielleicht hab ich euch jetzt angeregt auch mal ein oder zwei Anime auszuprobieren. Mir selber gefallen immer die Science-Fiction Geschichte am besten, aber es gibt ja für jeden etwas. Denkt auch daran, dass ihr euch dabei natürlich an geltendes Recht halten müsst und ich nicht für den Inhalt der Links verantwortlich bin (puh, rechtlich abgesichert).
Bleibt kulturell flexibel. Subkulturen sind wie Mainstream nur in geil.

Vernissage

Hallo, liebe Hörerinnen und Hörer – die zumindest, die sich auch diesen Internet-Texte von einer gelangweilten Computerstimme vorlesen lassen. Der Jetset hatte mich mal wieder fest in seinen dekadenten Klauen. Mein Vater hatte nämlich seine erste Vernissage letztes Wochenende in der Nähe von Hamburg und ich war sozusagen als der Technikversteher mit in der Delegation. Seine Ausstellung ist auf einem Gut in Schleswig-Holstein mit Reetdach, Marschwiesen und Schleswig-Holstein-Musikfestival – perfekt für jede Reiterhoffantasie. Seine Bilder sind Surreal mit Kohle gezeichnet (wie im Foto). Der Empfang war wie in einer 16-Uhr-Soap mit Sekt und sogar die aristokraten-geile Presse war anwesend. Die haben deftig berichtete, mit Foto (ich verheimliche euch jetzt aber lieber welche). Die Verwandtschaft und Freunde waren natürlich auch gekommen. So musste ich gut erzogen tun und „ja, ich gehe nach Japan“ oder „München ist total schön zum Studieren“ immer wieder zurückspulen und „Play“ drücken. Wenigstens kann ich mich jetzt auf eine Weltraum-Schlaghose mit Karomuster echt aus den 70gern vom gelben Götterboten der DHL freuen.
Beim WG-Casting für meinen einjährigen Hausbesetzer flogen übrigens alle drei Kandidaten schon in der ersten Runde. Heidi Klum wäre begeistert. Das heißt wir brauchen schon nach der ersten Folge die zweite Staffel. Hoffentlich wird die der Hit, sonst müssen die Zuschauer noch per SMS abstimmen (50 Cent ausm deutschen Festnetz und so. Ihr kennt das ja).
Irgendwann dann so anfang der Woche lag ich beduselt von „Reglerentwürfen“, „Störaufschaltungen“ und Lernraumhitze auf meinem IKEA-Sofa. Als ich so mal wieder mein Bewusstsein reboote, weil es  gerade beim monotonen Luft zufächeln einfach abgestürzt war, sehe ich noch wie eine Webseite von Finnair auf meinem Laptop aufgebaut wird. Meine Synapsen waren gerade beim mentalen Ladebildschirm und konnten den Befehl an meine Finger nicht mehr widerrufen: „Klick“. „Vielen Dank für Ihre Buchung.“. Und mein e-Ticket flattert ins E-Mailpostfach.
370 Euro München, Helsinki, Tokyo – Oneway. „Waaaaah!“ der Schreikrampf – war ja klar. Meine Gehirnlappen waren „back on line“. Ich fliege! Am 9. September rollt mein roter Schrankkoffer wieder den Check-In Schalter hoch. Ich hoffe übrigens, ihr besucht mich.
Das ist nämlich auch der Grund für das neue Design-Konzept. Den Miraimist gibt es jetzt in Editionen. Immer mal wieder werde ich da so ein bisschen was ändern. Weg vom Drogen-Farbwahn: Pre-Departure Edition. Und bitte benutzt mal jeder die Webzweinull pornös-komatös-skandalös Hacken unter dem Text.
Lebt on-the-fly und denkt an die mittellosen Künstler da draußen.

You lost! Game over?

Ich habe verloren. Der Richter findet, dass es zumutbar für mich ist einen Bildungskredit aufzunehmen und ich den dann auch sehr wahrscheinlich zurück zahlen könnte. Für ihn ist die Diskriminierung an der Technischen Universität München nicht bedeutend für die Frage, ob ich Studiengebühren zahle. Es geht nur um das Finanzielle und nicht um den sozialen Ausgleich für meinen Mehraufwand durch keine Chanchengleichheit an der Hochschule und meine Augensache im Vorlesungsbetrieb. I am fucked! Or am I?
Die praktikanten-mäßige Rechtsfrau – das Junge Ding – der TUM war sogar so geil und hat geleugnet, wie diskriminierend die TU sich gegenüber Menschen mit besonderen Anforderungen verhält. Da ging mir der Hut hoch, Dampf schoss aus meinen Ohren und ich explodierte wie Popeye – gedanklich – im Gerichtsraum. Ausgerechnet die Studenten-Service-Zentrum Bosse, die mir ein Jahr lang den Tablet-PC blockiert hatten, hatten dieser Frau alle Infos gegeben über den vor einer Woche bestellten Computer und meine Prüfungssituation. Nett nur, dass die am notleidenden Studenten keinen Service veranstalten.
Ich bin es total Leid immer als einziger gegen dem Mamoth der Dummheit, Intoleranz und Faulheit anstehen zu müssen. Gebt mir einen Vollzeit-Behindertenbeauftragten, gebt mir einen Beauftragten mit Macht und Unabhängigkeit und gebt mir verdammt noch mal Chancengleichheit! Vielleicht ist das aber nur so ein Traum, von dem man dann erwacht und lieber wieder zurück in die Gedanken möchte, um nicht aus dem Bett in die Realität zu steigen.
Ich hoffe ihr vergebt mir, dass ich hier gerade meinen emotionalen Spiegel zusammen schreibe, den Frust, dass das einzige, was die Universität mir in drei Jahren gegeben hat ein Tablet-Computer ist, den ich nicht benutzen werde, weil ich an eine japanische Universität fliehe. Ich nehme so etwas nicht hin, weil auch meine Würde unantastbar bleibt.
Vor lauter Emotionalität hab ich mir heute erstmal das kostenlose Piraten-Unterstützer-Shirt gekauft. Die sind wenigstens gegen diese Gebühren-Gesellschaftsspaltung und für freies Wissen für jeden zugänglich.
Als ich gerade verstört von der U-Bahn nach Hause gelaufen bin, hat es geregnet, obwohl der Himmel klar und blau war und die Sonne schien. Es ist eben doch alles möglich. Ich habe Hoffnung.

Sieben Quadratmeter

Es ist ein Wunder geschehen. „Wie jetzt? Noch eins?“ Anscheinend ist die Welt voller Wunder, denn ich habe doch einen Wohnheimsplatz in Tokyo – eigentlich schon Yokohama.
Ich habe meinem Professor in Japan wegen dem Forschungsprojekt und dem Apartment-Vermittlungs-Service für obdachlose Überseestudenten geschrieben. Und wie auf einem Nimbus 2000 rast mir eine Mail von der Verwaltungsfachfrau ins Postfach: Ja, sie hätten da dieses und jenes Wohnheim und jetzt doch einen Platz für mich frei. Der Gozilla zwischen den Hochhäusern daran war aber: Es gibt nur 2-Personen-Zimmer. Also ich plus irgendwer von einem anderen Stern? Meine Psychosen erträgt doch nicht mal ein Meerschweinchen länger als eine Woche! „Due to personal reasons I cannot to live in one room with another person.“ War schnell getippt und die Frau wohl gleich erstmal genervt von den snobistischen Sonderwünschen aus Europa – Sekt bringt einem da ja keiner aufs Zimmer. Aber wie den weißen Hasen ausm Zylinder, zog die dann noch ein drittes Wohnheim aus dem Register. Ganz neu und mit nur 4er WGs. Einzelzimmer! Zur Größe musste ich das ertragen: „Dein Wohnraum ist ja so groß wie der Stellplatz von meinem Auto.“
Und jetzt der Preisvergleich: Apartment in Uninähe (30 min fahrt): 520 Euro, 2-Personen-Zimmer (40 min bis zur Uni): 210 Euro, 4er WG Zimmer: 330 Euro – aber mit 20 min Fußweg zur Bahn („ach Japaner haben kurze Beine und ich n Fahrrad“) und 45 min zur Uni. Ihr seht: Nahverkehr in Tokyo ist nur was für Fernreisen-Erprobte.
Jetzt schau ich mal kurz in mein Skript, was ich euch sonst so vortexten wollte… Ach ja, der DAAD will mich nicht. Nett – 29 von 139 haben sie genommen. Denen schlage ich so viele interkulturelle Brücken, dass die unter ihrer multikulturellen Harmonie und dem Weltfrieden zusammen brechen! Außerdem hat uns unsere Mitbewohnerin mit einem knall pinken Kortsofa geschockt. Und am Dienstag ist die Klage. Die Prozesskostenbeihilfe haben sie mir wegen „keine Aussicht auf Erfolg“ weg geräuchert. Mal sehen was man am Gericht über mein ärztlichen Gutachten zu staunen hat. Ich bräuchte noch leicht bekleidete Cheerleader im Hintergrund für die Stimmung.
Gerade komme ich übrigens von „Brüno“. Ist ganz schön krass. Geht rein, aber man muss da ganz schön was aushalten, finde ich. Bleibt tolerant. Spock-Gruß und out.