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Rede des Bundespräsidenten vom 3. Juni 2018: „Gedenken an die verfolgten Homosexuellen in der NS-Zeit“

Auch Ihre sexuelle Orientierung, auch Ihre sexuelle Identität stehen selbstverständlich unter dem Schutz unseres Staates. Auch Ihre Würde ist so selbstverständlich unantastbar, wie sie es schon ganz am Anfang hätte sein sollen.

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Above you see a quite average but good sushi set. In this case from Yagura in Tsukuba for 1400¥ at lunch time.

But I have a new favourite sushi blog: Sushi Geek. Perfect photos, great places, ingenious descriptions and educational sushi vocabulary. From a frequent visitor out of California.

Anyone wants to try one?

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72 Jahreszeiten

Hallo Internet. Dachtet ihr die Welt wäre einfach? Sommer Herbst Winter Frühling. Vier Jahreszeiten und das ist alles. Nix ist. In Japan gibt es 72 Jahreszeiten!

Zumindest nach einem alten Kalender. Und wenn ihr einigermaßen gut im Kopfrechnen seid, dann wisst ihr, dass das bedeutet. dass jede Jahreszeit nur ein paar Tage lang ist.

Versucht es selbst: 72 Seasons

Diese App ist super schön gestaltet. Außerdem erklärt sie welche Pflanzen und Tiere innerhalb der nächsten Tage gerade frisch für die Saison in Japan sind – zum Essen natürlich. Dabei benutzt sie wunderschöne Fotos und Zeichnungen. Außerdem gibt es jedes Mal ein Haiku Gedicht und oft lokales Brauchtum dazu. Kostenlos.

Also installieren und die Bildungslücken füllen. Aloha!

Singles in Japan

Single? Wie jeder hier. Mehr dazu von DRadio und Economist:

Buchautor Felix Lill „Single-Sein ist in Japan allgemein anerkannt und kein Makel“ (Audio, press play)

Seventh heaven at 7-Eleven: Young Japanese are surprisingly content

Die Geburtenrate pro Frau von 1.5 ist gleich in Deutschland und Japan 2015 laut Weltbank. Nur die Einwanderungs- und Einbürgerungsrate geht auseinander.

Aber seit letztem Jahr ist Japan mit dem Highly Skilled Professional Visa, einem Punktesystem zur Einwanderung ohne Jobangebot von Fachkräften, eines der liberalsten Länder der Welt geworden. Leute können mit diesem Punktesystem auch schon nach einem (!) Jahr die Unbefristete Aufenthaltsgenehmigungen (aka Green Card) bekommen – es dauert sonst 5-10 Jahre. In Deutschland gibt es kein solches System.

Send in your resumes and join the Harajuku Girls! 🌸

Das Museum für Afro-Amerikanische Geschichte

Auf dem Weg zum Museum für Afro-Amerikanische Geschichte in Washington DC schon versuchte meine Lyft Fahrerin mich zu überzeugen, dass es falsch sei jetzt die Statuen ehemaliger Sklavenhalter und Kriegshelden im Süden des Landes nach Jahrhunderten zu entfernen. Dass diese für einen großen Teil der Amerikanischen Bevölkerung Furcht, Demütigung, Angst und Grauen darstellen; dass gerade erst seid Obama überhaupt Menschen die Kraft und den Mut haben diese Gefühle aus zu drücken; dass sorters ein ganz Prozess eines Liberalen, demokratischen Wandels ist. All dies schien sie nicht zu kennen, nicht sehen zu wollen und nicht hören zu wollen. Wie die drei Affen des Buddhismus: Du sollst nichts Böses sagen, sehen und hören. genau die Affen, die die Japaner euch als Emoji in jedes Mobiltelefon und jedes digitale Endgerät eingebrannt haben. 🙈🙉🙊

Aber was sie wohl nicht wusste war, dass sie mich vor dem wohl wichtigsten Museums-Neubau des Kontinent seid dem sende des zweiten Weltkriegs ansetzte. Das Museum für Afro-Amerikanische Geschichte.

Es ist schwierig über das Museum selbst zu schreiben. Eingehüllt in ein braunes Metallgitter zwingt einen das Gebäude erstmal mit dem Fahrstuhl in den dunklen Keller herab zu fahren. In das Jahr 1400.

Von dort muss man sich über die Epochen langsam und mühsam wie der Weg zur Freiheit über Rampen nach Oben arbeiten. Es ist das erste mal, dass mir der Sklavenhandel und die Qualen, das Leben und die Erfolge der Sklaven aus Afrika von Geschichtsbuchtexten durch physische Objekte, Zahlen und persönliche Geschichte in die Realität katapultiert wurde. Das ist real, diese Menschen waren real, ihr Leben war real. Es ist wie ein Schock.

Die Emotionen sind stark in dem Gebäude. Trauer, Wut, Zorn, Erstaunen durch Konfrontation. Besonders stark wurden die Gefühle vor dem Sarg des getünchten Afro-Amerikaners in den 60ern, des Ermordung Rosa Parks dazu brachte sitzen zu bleiben, in dem Bus. Es ist ein Kristallisationspunkt. Auch des Aufbruchs und der Selbstermächtigung. Ich fühle diese Gefühle immer noch.

Ab dem Erdgeschoss dann wird es lebhafter. In den Obergeschossen werden Kunst, Kultur und Artefakte von Afro-amerikanischem Leben heute gezeigt. Musik ist groß. Aber Auch Poesie oder oder Sport und Film. Die Trauer vermischt sich mit Lebensfreude und einem stoischen Fortschreiten.

Die moderne Kunst von Afro-Amerikanern, die auch hier gezeigt wird, hat Obama selbst ins Weiße Haus gebraucht.

Aber es fehlt auch etwas. RuPaul, Rhianna oder Byonce, Will.I.am, Pharrell William oder Travis Noah und Dear White People waren wohl vergessen worden. Michael Jackson war nur eine Nebenrolle auf einer Wand zu den 80ern zugetan. Opera dagegen war mit großer Glassbox , Studio Ausrüstung und Abendkleid ganz prominent. Die Gegenwart der Zukunft als Symbol für die jungen Afro-Amerikaner unter 35 ist wohl noch zu diskutieren. Ich bin gespannt.

Alleine für dieses Museum müsst ihr nach Washington DC kommen. Es verändert die Welt und ist dabei leicht schüchtern und zuvorkommend. Aber es ist jetzt da. Im Herzen der Demokratie. Für immer.

Küsse und Umarmungen. 👏

Kleine Sommerpause im Winter – Ishigaki

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Zaock, erstmal Strand. Da war ich die ganz letzte Woche. Auf Ishigaki. Das ist eine der weitest westlichen Inseln Japans, neben Taiwan. Dort ist natürlich immer irgendwie Sommer. Letzte Woche waren es im Dezember nach Weihnachten so 21 bis 23 Grad.

Das Wasser um die Inselgruppe herum ist turkis blau und voller Korallen. Einst gehörten sie wie alle Okinawa Inseln zum Ryukyu Reich und wurden später von Japan annektiert. Heute ist es ein Touristen-Traum. Es gibt zwar auch große Hotelprojekte in Ishigaki, aber allgemein ist es eher kleinstädtischer oder dörflich.

Ohne Auto musste ich den 15 Euro 5 Tage Free Pass für die lokalen Buslinien voll ausnutzen und bin so von Strand zu Strand in klapprigen 80er Jahre Gefährten gekrolcht.

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Das war nur mein erster Tag an der Kabira Bay und am Sukuji Strand. Das erste touristisch mit Park und Glasbooten für Korallenbesichtigungen. Der zweite ein völlig leerer Strand 30Min zu Fuß hinter einem Wald. Als ich dor ankam war es etwas düster und die Warnhinweise, nicht zu schwimmen, wegen fiesen tödlichen Quallenattacken, haben mich etwas angegruselt. Also bin ich möglichst schnell in den nahen Hotelkomplex geflüchtet und vom Fenster aus Naturaufnahmen gemacht.

Die Japaner fahren natürlich vorallem wegen des Essens und des berühmten Awamori Shochu Brantweins dort hin. Ihr kennt ja meinen Fetish zu Food-Porn, also hier ein paar Fotos von Gerichten aus der Insel. Ishigaki Rindfleisch ist die Basis für Kobe Rind. Also super von Burger bis Steak. Auch der Hit sind die Okinawa Soba, gelbe Nudeln in Suppe mit schmelzweichem Schweinefleisch. Von denen habe ich etwas overflow, wegen too much. Sonst seht ihr noch Inselgemüse als Tempura. Übrigens Ube und andere Arten von Süßkartoffel Wurzeln sind super als Eis und schwer im Kommen bei den Militanten Genießern.

Außerdem war ich zwei Tage noch auf der neben gelegenen Insel Taketomi. Sie wahr eigentlich mein Hauptgrund für den Besuch. Die Überfahrt mit der Fähre kostet 12€ hin und zurück in 15 Minuten Transrapidgeschwindigkeit.

Dort wird alles kleinligst und etwas kitischig in dem alten Stil einer Samurai Siedlung erhalten. Also nur niedrige Häuser mit roten Dachziegeln und Wasserbüffel Rundfahrten für die Großstädter. Ökologisch darf man als Besucher nur Fahrräder mieten 13 Euro pro Tag ohne Schloss weil ist ja eh ne Insel. Es gibt 5 Taxis auf der Insel und man kann sie wohl in wenigner als einer Stunde umradeln. Für sowas bin ich aber zu faul und einfach nur zum Strand und zum Pier. Wegen Turkis Blaue Endlosigkeit.

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Die länglichen Panoramabilder sind super zum anklicken, reinzoomen und so tun als ob.

Außerdem hatte ich noch das Glück bei dem Besuch eines historischen Samurai Hauses in der Stadt Ishigaki, von dem ehemaligen (Samurai) Besitzer in dessen am Stadtrand gelegenes Restaurant eingeladen zu werden. Das 200 Jahre alte Holzhaus in der Stadt mit kleinem Garten gehört jetzt dem Staat, aber er erklärt es Touristen und bewacht es. In seinem neuen echten Haus hängt die Familienurkunde über die Landverwaltungsrechte. Drei mal gestempel so ca. alle 70 Jahre bis zur Meiji Zeit im 19 Jahrhundert mit Handschriftlicher Erklärung der Rechte. Dazu Ryukyu Musik, eine Mischung aus Hawaii und Japan Filmmusik

Hier die Fotos von dem Essen mit vielen Tofu-Varianten und deutschem Pils und Weißbier gebraut auf der Insel, was mir natürlich prompt aufgequatischt wurde.

Ishigaki hat noch ein paar mehr Strände, aber eigentlich is Kondoi Beach und der Pier auf Taketomi das hübscheste Pärchen und auch logistisch am praktischsten mit vielen Cafés und Lokalen um die Ecke. Und ohne Resorthotel im Nacken.

Hier noch ein paar andere Fotos von dem Trip.

Ich konnte den Flug mit Meilen Zahlen. Aber dank Billigfliegern und Business Hotels ist es gut geplant nicht sehr teuer. Dafür gibt es japanisches Essen und alles ist wie immer gut organisiert.

Ich wünsche euch einen Guten Rutsch!🎆 🏝

PS: hier war kein Filter am Werk. Außer mein iPhone wie es liebt und lebt by itself.