Musik-Fetischismus

Gerade überarbeite ich mal etwas den Miraimist und da fällt mir auf, ihr wisst ja noch gar nichts von meinem weiteren Gadget-Fetisch, den ich gerade genüsslich auslebe: Meine neuen Lautsprecher von Teufel, das Motiv2 Blue.

Meine geilen neuen Lautsprecher mit Bluetooth
Meine geilen neuen Lautsprecher mit Bluetooth

Die geilen weißen Kubus stehen ganz schön hübsch in meinem Wohnraum. Sie haben ordentlich Wumps wie eine wirklich große Anlage für einen viel kleineren Preis und ich muss immer mit den schwäbischen Nachbarn aufpassen. Aber die Omis im Haus sind wohl eh alle auch ohne Cochlea-Implantat in ihren eigenen Hörwelt am abspaceen und sehen noch nicht mal vom Stricken auf, wenn ich zu Yelle – Complètement Fou das Imitatparkett zu Grunde Rocke.

Die geilen Fetischobjekte haben – wie sollte es auch anders sein bei dunklen  Werkzeugen für Geek-Dungeon-Master – natürlich auch Bluetooth. Und das nutze ich ständig. Mit dem Mac oder mit dem geilen freien und quell-offenen Jolla Smartphone mit Linux und Android-Unterstützung (Achtung Produktporno). Da wird jeder Taschencomputer mit zwei Wischern zum Multimedia-Remote-Control-Evil-Domination-Tool. Offene Kommunikationsstandards für die Welt!

Alle diese geilen Produkte empfehle ich euch sehr, wenn die Kreditkarte mal wieder leer geswipt werden muss – und alles kommt per Lieferservice vor die Haustür.

Willkommen im einundzwanzigsten Jahrhundert.

Viele Grüße an die Freiheit zum Konsumieren.

PS: Ich teste natürlich schon das neue Mac OS Yosemite. Wirklich hübsch. Designgasm.

PPS Jolla hat mir einen 100 Euro Rabatt-Gutschein für Freunde für ihren Onlineshop geschickt. Wenn ihr ein Jolla wollt, meldet euch bei mir. Es lauft noch zwei Wochen oder so.

Ricoh GR Kamera mit CMOS Chip

Ich frohlocke gerade dem Geek-tum mit meiner neuen Kamera aus Japan. Es ist eine Ricoh GR. Die meisten Fotos der letzten Japan Beiträge habe ich mit ihr geschossen.

Darf ich vorstellen: Meine Neue - die Ricoh GR Kompaktkamera
Darf ich vorstellen: Meine Neue – die Ricoh GR Kompaktkamera

Sie ist fantastisch! Nicht nur ist er Chip großartig, die Bedienungselemente sind unglaublich gut platziert und die Einstellungen sehr gut konzipiert. Das unglaublich ist nämlich die komplette manuelle Freiheit, die die Kamera bietet. Von der Öffnungsdauer der Linse bis zum Fokus oder dem Post-Processing ist fast alles wohl einstellbar. Und dazu kommt, die Automatik ist auch fabelhaft und schnell.

Wie ihr auf vielen meiner Fotos sehen könnte, kann das Gerät eine unglaubliche Tiefenschärfe erreichen. Das ist Möglich, weill die Linse fix ist – es gibt also keinen Zoom. Der Fokus und die Krümmung und so also das Bild entspricht meiner semi-professionellen Meinung nach ziemlich genau dem Blick des menschlichen Auges. Das macht für mich das Fotografieren mit ihr zu einem traumhaften direkten Erlebnis.

Dies ist durch den sehr großen 2/3 CMOS Chip erst möglich und so fällt die Kamera in die Kategorie Spiegellose Kompaktkamera und bietet großen Spiegelreflexkameras ordentlich die Stirn – mit der Hälfte der Masse und aus meiner Jeanstasche heraus. Dies ist der neue Trend in der Fotografie.

Die Kamera ist robust gebaut und ich fotografiere in RAW, dem digitalen Pendant zu echten Negativausnahmen. Also keine komprimierten JPEG oder PNG Dateien. Die errechne ich dann am Mac fürs Web.

Haltet die Augen offen für Schönes.

Grüße an das Licht.

Late Summer Love, Netflix and Vampires


Hey there. Anyone still reading this? Netflix kann man jetzt endlich in Deutschland erreichen (ohne wilde Proxy Setups versteht sich). Da bin ich natürlich sofot dabei. Also Gratisabo und zack.

Jetzt habe ich den Service gerade mal ein paar Stunden und bin neu verliebt in das Internet. Hach. Sparkles in the belly and so on. Die Seite geht gut. Man braucht zwar Silverlight aber alles klappt sofort. Man wählt gesehene und Wunschfilme aus und – plopp – kommt die Traumvideoliste raus. Bei mir erstmal Thron. Start easy.

Aber dann – wusch – kamen sie alle an mir vorbei gescrollt, alle meine lang gesuchten oder ewig verpassten Traumfilme. Unter anderem „Only Lovers Left Alive“. Ein sehr guter Film, der halb in Detroit spielt und von einem Vampirpärchen handelt. Sehr tiefgehend mit tollen Bilder und schönster Musik. Mehr sag ich nicht. Wer Independent Cinema oder Arte mag wird ihn lieben.

Spread the love. Kisses

Nachtrag (21.9.2014): Eines der wichtigsten Optionen bei Netflix ist, dass man die Filme im Original, vorallem in Englisch, ansehen kann. Dies ist im Player während des Ansehens neben dem „Vollbild“ Knopf rechts unten möglich – es ist etwas unauffälig.

Auch scheinen neuere Serien eher bei Netflix zu sehen zu sein als bei Amazon oder Watchever und so weiter. Hat jemand Erfahrung mit denen?

Ein sehr gutes Genre ist das „Internationale Filme“. Hier landen europäische Liebline wie Amelie oder eben Only Lovers Left Alive, skandinavische FIlme habe ich noch keine gefunden. Auch ein Genre „Deutsch“ hat viel Gutes. Goodbye Lenin und Das Leben der Anderen fehlen aber noch.

Uniqlo Revolution in Berlin


Frohe Ostern liebes Internet und die anderen Mitleser!

Über die heiligen Frühlingstage habe ich mich mal spontan nach Berlin abgesetzt, der ehemaligen Trendstadt. Leider war ausstellungstechnisch für mich nix zu holen und so musste ich mich dem Drang des Shopping hingeben.

Uniqlo heißt das elegante japanische Konsumwunderland, das nach den restlichen Weltstädten wie Tokyo, San Francisco oder Manila nun auch das mitteleuropäische Techno-Party-Nest der Deutschen erreicht hat. Ich war gleich in der ersten Woche zum Grünteeeinstand dort. Verbeugen: „Omedetou! … Und wo sind jetzt die billigen Socken?“

Die EC.Karte glüht und ich bin ein neuer Mann – von Summer Sakko bis Slimfit Jeans. Die Preise sind gut. Die Schnitte noch besser. Für Mönner bietet das Haus echt gute Stilteile und vielseitige Kombinationsstücke. Und vor allem die wählerischen Japaner schwören auf die Qualität. Letzteres kann nur die Zeit zeigen. Ich zeige mich aber vorerst als smarten Sunnyboy beim Spritz schlürfen.

Bleibt den Eiern treu. Ich kille keine Schokohasen. Zackbum.

Das große Auspacken

Gestern ist mein neues Telefon angekommen. Es ist ein Jolla – kein iPhone, kein Android und auch kein Windows. Finnisches Design von rausgeworfenen ex-Nokia Ingenieuren.

Das System basiert auf Nokias verworfenem MeeGo und ist Linux und Computer total. Keine pseudo-Programme, echtes Multitasking wie am Laptop und  geniale Wisch-Gesten-Steuerung. Es ist herrlich bis jetzt.

Hier sind meine Fotos vom Auspacken:

Tada. Jetzt ist es aktiv. Es ist natürlich schon etwas für Techno-Geeks. Mann muss SSH benutzen um Dateien mit Mac per USB oder WLAN  zu übertragen (Bluetooth ginge auch einfach so  – mit Windows geht’s auch per Plug&Play so).

Das tolle ist, dass ich Android Programme laufen lassen kann. So benutze ich Firefox oder Skype und meine geliebte Economist Vorlese-App. Alles möglich per direktem Download aus dem Internet oder per russischem Yandex-Store.

Batterie scheint normal bis gut. Empfang und Klang ist gut. Es ist viel größer als mein altes 3Gs iPhone und leichter. Die Kamera schießt gute Fotos, aber mittelmäßiges Video und Live-Bild.

Und wichtig ist auch, dass man die Rückseite tauschen kann, um die Farbe zu ändert, aber auch um neue Gadgets und Funktionen an zu bringen. Es gibt eine Schnittstelle für Strom und Daten und NFC-Funkchip.

Toll finde ich außerdem die austauschbare Batterie, wie bei alten normalen Handys. Und die SD-Karte, die ich einwerfen konnte zur Speichererweiterung. Das alles bietet mir Apple nicht. Auch keinen hauptsächlich offenen Quellcode (Open Source). Jeder kann sofort SuperUser werden – also die vollen Administratorrechte erhalten, wenn gewünscht.

Es ist ein Projekt in der Entwicklung, obwohl es schon einen fertigen Release (also Version 1.0 und später und stabil) gibt. Was mir fehlt sind: Vergrößerbare Schriften, einfaches Datenübertragen per USB Laufwerk zu Mac, einen Clienten für Google Maps (Here Maps funktioniert gut, Google hat aber mehr lokale Einträge bei Geschäften und Kneipen – zur Not geht GMaps aber per Browser), Kontakte  synchronisieren mit meinem Mac (ich konnte alle Kontakte per CVS-Datei übertragen), ein paar Klingel- und Signaltöne als Option.

Alle Programme (Apps), die ich so benutze funktionieren direkt als Android Programm oder sind im Jolla-Store als native Lösung zu herunterladen verfügbar.

Das dazu. Mehr Vielfalt auf dem Mobilmarkt kann nur gut sein. Mehr Benutzerkontrolle, Autonomie und echte Computersysteme in unseren Taschen auch.

Bleibt fasziniert von der Zukunft. Cheers.

PS: Hier noch ein Disneyland-Roboter-Fake von dem  deutschen, Türkisen Industrieriesen von der Hannovermesse:

Fake-Roboter von der HannovermesseDas Problem mit solchen Aktionen ist, dass man den Leuten eine Technik vorgaukelt, die es nicht gibt. Das werden die Leute irgendwann verstehen und dann verliert der Darstellende sehr schnell an Glaubwürdigkeit und Vertrauen bis hin zur Lächerlichkeit. Und lächerlich war die Show sehr – traurig nur, dass so viele an einen riesigen Roboter aus der Zukunft glaubten. „Keep it harmonised like in Disneyland – nicety .“

Roboter bei Quarks&Co

Ich habe ja gerade mal wieder in einem Teilgebiet der Robotik angefangen und passend dazu sendete das WDR in meiner  Lieblingssendung Quarks&Co eine Folge nur über Roboter. Hier das Video. Die Sendung ist sehr gut gemacht, finde ich und beleuchtet auch angemessen wissenschaftlich und korrekt die vielen Gebiete und Problematiken des Forschungsfeldes. Schaut es euch mal an und schreibt mir, was ihr so darüber denkt (leider nur per Mail; die Kommentare sind deaktiviert wegen Spam).

Das Einzige wovor ich etwas warnen möchte, ist dass besonders die zweibeinigen Roboter durch ihre Ähnlichkeit zu uns viel mehr Können vortäuschen, als sie eigentlich drauf haben. Die dahinter stehenden Entwickler machen das natürlich mehr oder weniger mit Absicht für den Show-Effekt. Und die kurzen Sequenzen des Filmteams können den Effekt noch etwas verstärken. Würden Ihr  diese Maschinen im realen Leben sehen, würden sie viel mehr wie ferngesteuerte Puppen wirken als in dem Film.

Übrigens, mein Institut, das Fraunhofer IPA, kommt auch vor. Leider aber eine andere Gruppe, die sich mit Robotik-Assistenz-Systemen beschäftigt. Ich beschäftige mich eher mit Wearable Robotics – meist in der Rehabilitation – aber wohl auch mit Themen, die die enge Zusammenarbeit der Maschinen mit Menschen vorantreiben sollen.

Bleibt neugierig. Happy Zapping.

PS: Viele der gezeigten Systeme oder Plattformen für die Forschung wurden übrigens mit oder von Japanern entwickelt.

Stuttgart


Er geht ins Ländle. Na das wird ja was. Stuttgart wird es werden und zwar für das Fraunhofer Institut. Da werde ich an elektronischen Prothesen, anziehbaren Robotern, Seniorenfähigen Fabriken und anderen Ersatzteilen für Menschen forschen.

Eine Wohnung habe ich wohl auch schon. Im Stadtteil West. Morgen wird unterschrieben. Es ist mal wieder spannend in eine neue Stadt zu ziehen, neue Leute kennen zu lernen und sich ein bisschen auch selber neu zu erfinden.

Wenn ihr also jemand netten in Stuttgart und Umgebung kennt, dann meldet euch doch und verbindet uns. Ein Käffchen oder Bier ist ja immer drin.

Ich freue mich dann ab November auch über eure Besuche bei mir.

Bleibt wandelbar. Tschüßchen.

PS das dunkle Bild ist Stuttgart bei Nacht – keine pechschwarze nihilistische Kunstinstallation.