Tokyo zur Neujahrszeit

Zur Neujahr ist es ruhiger in Tokyo. Alle gestresst per Hybridauto zur Familie in die Provinz. Da bleiben nur noch die Rentner und die wahren Tokyoter übrig. Hier ein paar Eindrücke aus der Zeit mit ohne Großstadt in der Metropole von Weihnachten bis ins neue Jahr.

Weihnachtsbaum in der Suntory Hall. Etwas Minimalismus wäre züchtigend wünschenswert.

Kimono mit Katze. Betont das Hinterteil.

Weihnachtsmarkt im Hibiya Park. Größe scheint alles zu sein.

Konzertsaal der Suntory Hall. Genau wie in der Elbphilharmonie und der Berliner Philharmonie sitzt man um das Orchester herum und demokratische kann man fast jeden Platz von innerhalb des Saales laufend erreichen. Hinten war der beste Klang und ich konnte die Musiker beim Vorbereiten und Spielen beobachten.

Ausstellung von Louise Vuitton. Blaue Platsik-Fäden zum drin rumlaufen. Instagramable Art Movement.

Probezeit überstanden und mit einem Gin gefeiert. Cheers.

Plakat in der Tokyo Metro. Ich trage aus Prinzip keine bescheuerte Mundschutzmaske. Ist widerlich schleimig und sieht beknackt aus. Auch im last year trend Black Cyberpirate Atemschutzmaske bescheuert.

Hipster Cafe als Mischung aus australischer Gold Coast und Jamaika.

Super Wetter eigentlich für einen Cappuccino. Und super, wie mein XR auch ohne Digitaldings den Hintergrund unscharf macht. Optik bitches.

Laden für Uniformen. Irgendwie etwas apokalyptisch.

Touristenmassen und Sights as one. Wer alle findet gewinnt: Touristeninfo von Kengo Kuma, Rikscha mit sexy Zugjunge, Asahi Beer Shape Gebäude mit goldenem Scheißhaufen, Skytree Fernsehturm (nicht Bioladen). Nur eins fehlt. Siehe nächstes Bild.

Kaminarimon in Asakusa. Lange nicht gesehen. Immer gleich. Mehr Touristen. Alles abgehakt. Google Bildersuche wäre für die meisten hier auch ausreichend gewesen. Wie wäre es mit interkulturellem Kunstmuseum oder kompliziertem Kaiseki Dinner? Too much you say…

Kaufhaus in Ost Tokyo in generischer Europa Architektur. Voll.

Hippes Café am Skytree mit Bar und starken Drinks von hübschen Kellnern in Smart Casual Dress. Tagsüber.

Ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr.

Grüße! 🐗🎉

Merry Christmas, Internet!

Ihr wisst vielleicht, dass in Japan Weihnachten eher ein Klon von Valentinstag ist. Also alles romantisch und mit happy ending wie in der Weihnachtsepisode deiner Lieblingsserie.

Also, was kann ich da noch hinzufügen, außer einfach ein paar Stadtfotos vom Kitsch und Winter in Tokyo.

Find the fake Brand. Streamer Coffee Bar irgendwo in einem umbenannten Bürokomplex in Harajuku.

Hippe Kids vor einem trendigten Kaffeeladen ohne richtige Sitzgelegenheiten. Dafür alle in teurer Markenklamotte. Shimokitazawa.

Package One. Box in Grau mit Anzug-Schneiderei. Shimokitazawa.

Baulücke wartet auf Neubau.

Shinjuku gesehen von einem Dach in Shimo-Kitazawa. Glitzernd in der Abendsonne.

Nahe Jinbocho mit Hochhäusern und Park.

Park nahe Kaiserpalast im Herbst Orange.

Bücherwurms auf der Straße in Jinbocho.

Rosa Himmel, gelbe Stadt. Abends in Harajuku.

Sushi Koch am Telefon bei Firmenfeier

Achtung, dieses Foto enthält einen Fuji Berg. Nur wo? Aber auch viel Orange als Trendfarbe.

Tonkatsu. Manche sagen auch: dickes Schnitzel.

Finde Walter! Weihnachtsmänner demonstrieren für bessere Arbeitsbedingungen in Marunochi.

Quatsch, die Angestellten der umliegenden Boutiquen veranstalten eine kitschige Marketing-Parade, natürlich.

Marunochi ohne Weihnachtsmänner in Lichterketten.

Sollten die Farben dieser Fotos unerklärlich klar und übernatürlich stark rüberkommen, liegt das nicht an euren letzten therapeutischen Tabletteneinwurf, sondern an der automatisch computerverarbeiteten Fotografie meines neuen iPhones XR (in Rot). Sorry. It’s reality now. 😛

Frohe Weihnachten euch allen! 🧚‍♂️🎅🏿🦄

Weiteres Rot im Herbstlichto

Kameratouren sind Spaßig. Heute bin ich in den Yuppie Stadtteilen Naka-Meguro und Daikanyama rumgelaufen. Wieder mit der RICOH GR:

Dabei fielen mir natürlich sofort die vielen lässig ausgewählten Markenteile auf die alle außer die Touristen angeworfen hatten. Super schick natürlich. Herbstmodezeit eben.

Auf dem Rückweg kam ich am neu gebauten Hochhauskomplex Shibuya Stream vorbei wo ein früher überdauert Kanal neu geöffnet wurde. Aber alles sehr Beton-Begradigt. Nature No! Ist wohl das Motto. Etwas kühl dadurch und schade für die verpasste Chance auf Begrünung und Belebung.

Etwas entgegen dem Trend wieder 2000er Glasbausteine ohne Holz oder viele Pflanzen. Aber dafür viele kleine über bunte Instagram-Ready Fast Food Kneipchen. Etwas lahm im witzig, spritzigen Lemonadencocktail Shibuya.

🦖👯‍♂️🍹

Entspannt euch mit den Intoleranzen!🏖🍸

Hey, heute keine Food Fotos von rohem Fisch. Aber dafür Videos über Essen. Von Quarks&Co im WDR. Guckt hier:

📺Gesund ernähren – geht das?

Darin erklärt Ranga, wie das Internet Essen zu einer Religion macht, wie gesundes Essen krank macht oder befragt Leute nach ihrem Kaufverhalten.

Das Beste ist der letzte Teil, in dem sie auf der Basis von allen möglichen wissenschaftlichen Arbeiten oder eben nicht beweisbaren Unsinn zusammengefasst haben, was man jetzt rund ums Essen machen soll/kann/darf:

😎Fünf gute Gründe, um beim Essen entspannt zu bleiben

Also mehr Entspannung beim Essen und vor allem mehr Genuss.

Peace, out.✌️

Von Landschaftsgärten ohne Rente

Da sich meine Groupies beschwert haben, dass ich hier schon lange nicht mehr den Impulserhaltungssatz an meiner Tastatur überprüft habe, schreibe ich heute über das erholende Nichtstun.

Es geht um Parks. Japanische Landschaftsgärten natürlich. Wer jetzt etwa aufmuckend vor sich hin brabbelt, dass so etwas ja nur Rentner und Romantiker-Touristen ans Kassenhäuschen lockt, dem muss ich gleich vor warnen:

Ich habe mein offizielles Ojii-san (Alter Typ, Opi) Zertifikat vor einer Woche vom Stadtteilrathaus abgeholt und darf mich jetzt ungehindert der ewig gestrigen „Alles war besser“ Methode hingeben, dabei gemahlenen Tee trinken und eben mit den anderen alten Opis in Landschaftsgärten den Foto-Chip meines iPhones zur Siedetemperatur treiben.

Kleiner Scherz.

Ich war in drei Parks hier in Tokyo, die alle von der Stadt verwaltet werden. Sie kosten alle Eintritt – ja liebe romantisierenden Sozialisten, Japan ist eine liberale… ich wiederhole… l-i-b-e-r-a-l-e Marktwirtschaft mit einem Einzelperson-Steuersatz von 22%. Da kosten dann Landschaftsgärten zwischen 2,80 Euro bis 1,20 Euro. Dafür sind alle Hecken perfekt gestutzt, jede MIkro-Jahreszeit ändert die Perspektive, die Klos sind nicht der Darkroom Ersatz für abgelehnte Berghaintouristen und es gibt sogar echte Tiere. Also Bio und so.

Der Erste Park ist der Rikugien Garten. Er liegt im Nord Osten der Stadt und ist um einen See herum angelegt. Über den kleinen Hügel kann man den ganzen Park bei einer leichten Brise gut erfassen.

Gemahlenen grünen Tee (Matcha) a la Teezeremonie kann man für 4,80Euro mit einer kleinen Süßigkeit aus Azuki-Bohnen am Rand des Sees zu sich nehmen. Perfekt, um den anderen Rentnergruppen dabei zu zuhören, dass jetzt Krankenversicherungen für Katzen der neuste Schrei bei über 65jährigen sind.

Hier die Fotos:

Der zweite Park ist der berühmte Hama-rikyu Garten aus der Top 8 Liste deines Grabbeltisch Lonely Planet Reiseführer. Er wurde von einer der Fürsten der Tokugawa Familie gebaut und liegt mit Wassergraben umgeben direkt an der Tokyoter Bucht. Von hier aus kann man die Fähre zu all den anderen wichtigen Sights auf der Geheimtip Besten Liste deines Prenzlauer-Berg Uppermiddleclass-Normaden Reiseblog von Angelika nehmen und so richtig Japan erleben.

Das taten auch alle Touristen in dem Park. So richtig Japaner sein, ähm spielen. Selfisticks sind zwar langsam nur noch bei den ganz billigen Pauschaltouristen anzufinden, aber anmutig und folkloristisch in der Tracht der lokalen Bevölkerung durch die Gassen zu stolzieren ist auch bei den höher preisigen Design-Hostel Touristen mit dem Komplettoutfit nicht passender Signalfarben der aktuellen Wolfskin Sommerkollektion in Hit.

Er im grauen, musterlosen billig Kimono (im Sommer! IM SOMMER!!!!, Ok, es gibt natürlich auch Sommer Kimonos) mit knall gelbem Obi-Gürtel, denn wer keinen Geschmack hat, hat Signalfarbe. Und sie im zart Blütenfarben-Pastell-Kimono (im Sommer! IM SOMMER!!!!) mit nur einem Hauch von Muster, keiner echten Seide und einem farblich verblassend langweiligen Obi-Gürtel und drei Tonnen Spiegelreflexobjektiv. Und Selfistick.

Wenn Karl Lagerfeld nicht noch durch Ananasstücken und Arte-Reportagen am Leben gehalten würde, hätte er spätestens jetzt die Lambskin-Leather Zombi Apokalypse eingeläutet. Für alle die es noch nicht bei Siri nachgefragt haben: Im Sommer (Meistens zum Feuerwerk oder zu Festen) trägt man Yukata aus Baumwolle mit Print. Der Obi des Mannes muss schlicht sein und der Kimono plus Obi der Frau muss total dekadent sein. So als Kurzfassung. Main Point: Teure Stoffe.

Aber wenigstens hatten sie Spass in ihrer Folklore. So richtig echt. Total authentisch. Ich glaube die drei Tonnen Plastik des Disney Schlosses in Florida sind nicht echter. Und mit Neoklassizismus habe ich eine Familiengeschichte.

Matcha gab es auch dort. Der Park ist nicht zu empfehlen, weil die anderen so viel besser und einfacher zu erreichen sind. Hier die Fotos:

Der dritte und vorerst letzte Park ist der Koishikawa Korakuen Garten. Er liegt im Osten der Stadt in einem Kaffee Zentrum mit vielen Kanälen und einem Moderne Kunst Museum.

Dieser Park gefiel mir am Besten. Denn er war kleiner, hatte natürlich keine Touristen, war landschaftlich am aufwändigsten gestaltet mit kleinen Objekten und hatte vor allem Tiere. Koi-Kapfen, Schildkröten, und kleine Kraniche. Total süß und hübsch.

Der Park ist auch um einen See herum angelegt. Und der Besucher wird über die Route auf großen Steinen im Wasser zum Abenteuer Jump and Run aufgefordert. Auch gab es hier die meisten schattigen Bänke zum beobachten der Tiere, die alle Beteiligten herrlich amüsierten. Ich glaube ich bin bereit für die Rente.

Dieser Park hat kein Teehaus, leider. Dafür gibt es um die Ecke zwei sehr gute Kaffeeröstereien: Blue Bottle und Allpress mit weiterhin Trendfaktor.

Hier die Fotos:

IMG_2990 Klickt auf die länglichen Panorama Fotos, um sie in voller Größe zu laden und besser den Panorama Eindruck zu bekommen.

Hoffentlich haben diese ganzen fantastischen Hochkultur Fotodateien euer Lidl-Mobil Datenvolumen vor Monatsende nicht absaufen lassen und ihr müsst jetzt auf die HD Hastag-No-Filter Selfies bei Tinder verzichten. Ist eh romantischer ohne Foto.

Bildung bildet. Mata, ne.

 

Punkte in Bunt

Pumpkin in the Backyard
Pumpkin in the Backyard
More Flowers in Dots
More Flowers in Dots
Flowers in Colors
Flowers in Colors
Colorful Walls
Colorful Walls
Everyone is dotting
Everyone is dotting
Dot as you like
Dot as you like

Vor einigen Wochen war das Wetter schön und ich wollte bei den Drogen sparen. Also bin ich zur Ausstellung von Yayoi Kusama im National Art Center gegangen. Die schon total über bekannte Damen war in den 60ern, wie es sich für alte Pop-Art Künstler gehört, in der Factory mit Andy Warhol. Sie macht Hauptberuflich bunte Punkte. Auf alles und aus allem.

Damit jeder an dem Spaß teilhaben kann, ließ man das Publikum sogar selber Punkte in einem weißen Ikea Showroom wild verkleben. Und alle so: Kinderkrippe auf drei Liter Cola.

Die aus einer Psychatrie arbeitende Dame hat sich sogar zu einem genialen (leider nur auf Japanisch) Audioguide hinreißen lassen. Dort erklärt sie wie Kindheitserinnerungen und ihre Amerika Erfahrungen die Werke beeinflusst haben. Sie singt mehrere Kinderlieder passend zu den Werken.

Leider durfte man nur in der großen Halle Fotos machen. So müsst ihr per Direktflug leider selber die punktierte Sofakollektion, den widerspiegelten Raum mit kleinen LED Hänge-Punkten oder die wilden Spiegeltricks mit Leiter oder die mit Wurmformen besetzten Alltagsgegenstände sehen.

Nur der Kürbis, ihr berühmtester Klassiker, im völlig zu betonierten Hinterhof des moderne geschwungenen Glasbau-Museums war noch fotografierbar. Betreten durfte man ihn nicht („ups!“) und Bewegtbilder durfte man auch nicht machen („huch!“). Aber ihr bekommt eine Idee.

Ihre Punkte sind seit einigen Jahren in und gerade sah man viele Sweater in Punktmuster auf den Straßen Tokyos.

Bringt mehr Farbe in euer Leben! dot dot dot…

Sonntag, Kater, Fotos

Hey Internet, es wird Frühling in Tokyo. Ich habe einen Kater und dachte, da kann ich ja mal eine Reihe von unzusammenhängenden Fotos posten.

Ich war vor einer Woche in Busan in Südkorea und es war dort schön mit Beach, etwas Ballermann mit billigen Kneipen. Im Sommer sieht man den Sand vor Leuten nicht. Korea ist ähnlich wie Japan für mich. Nur die mode ist gerade noch (oder wieder) Health Goth. Also viele schwarze und weite Sportklamotten für viel Geld. In Tokyo ist das nicht so einheitlich. Sonst gab es viel Fleisch. Kaum scharf (meine Angst) und ganz gutes Bier.

Der Rest sind wilde Eindrücke aus Tokyo von Essen und Leuten und Parties.

Ich komme Ende März nach Norddeutschland, Hannover, Berlin und Hamburg. Freue mich schon auf euch.

Jetzt erst mal wieder auf der minimalistischen Muji Couch ablegen.

Bleibt den funktionalen Design treu. Pffff….

Slow Jet Coffee Hangover Frenzy (Gold)
Slow Jet Coffee Hangover Frenzy (Gold)
Tokyo Saturday Night like RuPaul
Tokyo Saturday Night like RuPaul
Kitty Faces Wall
Kitty Faces Wall
A not so Simple Dinner
A not so Simple Dinner
Crazy Fashion Victims
Crazy Fashion Victims
Shimokita Scene with Bike
Shimokita Scene with Bike
Beef Ramen for Hangovers
Beef Ramen for Hangovers
Gillter and Techno
Gillter and Techno
First Thing after Immigration. Green Tea!
First Thing after Immigration. Green Tea!
Busan, South Korea, All New
Busan, South Korea, All New
Eal, Long Story
Eal, Long Story
Need Meat? Do Korea!
Need Meat? Do Korea!
Beach Busan
Beach Busan
Portable Karaoke Granny
Portable Karaoke Granny
Busan Beach Wide Angle
Busan Beach Wide Angle
Busan Street and Sun
Busan Street and Sun
The Nicest Sales Person Ever
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Flowers: Spring is Coming
Flowers: Spring is Coming
Old Cassette Tapes are Expensive
Old Cassette Tapes are Expensive
Golden Symbolism
Golden Symbolism