Stadtsafari endlos

Endlos. Stadtsafari. Eines meiner liebsten Mini-Hobbies. Also jetzt Bilder ohne Kontext aus Tokyo. 🙀

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Wenn ihr denkt, dass mein Leben hauptsächlich aus Cappuccino und Hamburgern besteht, habt ihr wohl recht. Sagt es aber bloß nicht meinem Arzt. Gibt’s dafür eigentlich einen Hashtag?

🍔☕️💩

Teezeremonie Double Shot

Es ist schon etwas her, ich habe es vergessen euch zu schreiben, liebe Internet-Menschen. Es tut mir Leid, denn es war fantastisch!

Ich war auf einer Teezeremonie. Diesmal for real und zwar auch gleich zweistufig. Denn erst gab es dünnen Tee in einer etwas relaxten offenen Atmosphäre im Teehaus des Shinjuku Parks. Dann dicken Tee mehr privat.

In Stufe eins sitzen alle an Tischen in einem großen Raum und reden offen. Der Tee wird vorne im Raum zubereitet. Es gibt auch Kunst und eine Zeichnung mit Kalligrafie. Das Thema war Neujahr und Neuanfang. Die Fotos sind unten.

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Der Ring aus Zweigen vom letzten Jahr soll den ewigen Zyklus der Wiederholung und des Neuanfangs darstellen. Die Kanji in der Zeichnung habe ich leider vergessen. Und Problem: Google Translate kann nicht Kalligrafie-Kunst. Kunst gegen AI quasi. Endlos ebenfalls.

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Dünner Tee wird aufgeschäumt und die süße Blume ist aus Zucker und wird vorher gegessen. Sie ist natürlich tatsächlich süß, dumme Frage. Aber ich bin hier nicht das Doku-Team von Arte und ihr könnt euch die rituell-historischen Tatsachen zu Teezeremonie und den verschiedenen Schulen auch selbstermächtigt bei Doktor Suchmaschine-Ihres-Nicht-Vertrauens einholen. Nur eins. Die Unterschiede der Tee-Schulen sind minimal. iO11 vs iOS12.2 oder so ähnlich.

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Hübsch. Alles Gold. Das ist nie out. I want, but cannot afford.

Dann haben uns die lieben Damen und ein Herr aus Holland (riesig im Kimono) auch hinter die Kulissen geführt und uns von Architektur, Lauf-, Hock- und Trinkregeln bis hin zu Zubereitungsarten alles verraten. Tolle Leute. Vielen Dank!

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Es schneite. Und wir wurden als letzte Kleingruppe in das eigentliche Teezimmer geführt. Stufe zwei. Ein winziger Raum ohne jegliches künstliches Licht und einer Tür in Kindergartengröße. Dorthin durften wir weder Uhren noch Schmuck mitbringen. Die Zeit bleibt draußen. Zusammen mit Politik, Geschäft und Religion (Waffen übrigens auch, deshalb die kleine Tür. Als Geometrie-Schranke gegen Samurai-Schwerter).

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Die Süßigkeiten. Gekauft im schicken Aoyama. Jeder bekam eins und aß es vor dem Tee für den Geschmacksausgleich.

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Unscharf, aber klar.

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Hier bereitet die nette Damen im goldenen Kimono Tee in einer goldenen Schale für drei Personen vor. Ähnlich wie beim Abendmahl wird die große Schale rum gereicht und zwischendurch immer rituell abgewischt. Ich musste sogar eine silberne Schale mit vier Personen teilen. Noro-Virus hat Vorteil.

Silber und Gold wurden von der Meisterin ausgewählt, um den Jahresanfang besonders zu feiern. Sehr hübsch.

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„Alles kommt von Nichts“, sagt diese Rolle. Es ist das Thema für die Sitzung, passend zum Jahresanfang. Philosophisch und minimalistisch. Die Blumen passen ebenfalls zu diesem Thema (leider vergessen wie)

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Handymasten getarnt als fake Office-Tower im Spiegelbild des Parks.

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Ich war sehr begeistert von dem Tag. Ich habe viel gelernt. Leider bin ich etwas tippfaul geworden zum Jahresanfang und enthalte euch die genialsten Details vor. Ihr müsst einfach her kommen und es selber erleben.

Aber eins kann ich euch sagen: Teezeremonie ist sehr zeitgemäß! Zeit, Arbeit, Politik und Religion bleiben draußen. Minimalistisch wird auf den Sinn des Lebens hingewiesen und abgeschottet von Digitaltechnik wird bei Tageslicht ein Superfood nach dem anderen in die Gaumengegend gekippt und hübschestes Handwerk oder echte Kunstwerke präsentiert. Alles im Moment, Mindfullness, biodegradable, green. Mehr Trend geht nicht! Wo sind die Minimalist-Industrial Skandinavian-Australian Coffee Shop Ketten mit dieser Idee für die Metropolen dieser Welt.

I want a Tea Ceremony Update for everyone, now. Cheers. 🍵

Tokyo zur Neujahrszeit

Zur Neujahr ist es ruhiger in Tokyo. Alle gestresst per Hybridauto zur Familie in die Provinz. Da bleiben nur noch die Rentner und die wahren Tokyoter übrig. Hier ein paar Eindrücke aus der Zeit mit ohne Großstadt in der Metropole von Weihnachten bis ins neue Jahr.

Weihnachtsbaum in der Suntory Hall. Etwas Minimalismus wäre züchtigend wünschenswert.

Kimono mit Katze. Betont das Hinterteil.

Weihnachtsmarkt im Hibiya Park. Größe scheint alles zu sein.

Konzertsaal der Suntory Hall. Genau wie in der Elbphilharmonie und der Berliner Philharmonie sitzt man um das Orchester herum und demokratische kann man fast jeden Platz von innerhalb des Saales laufend erreichen. Hinten war der beste Klang und ich konnte die Musiker beim Vorbereiten und Spielen beobachten.

Ausstellung von Louise Vuitton. Blaue Platsik-Fäden zum drin rumlaufen. Instagramable Art Movement.

Probezeit überstanden und mit einem Gin gefeiert. Cheers.

Plakat in der Tokyo Metro. Ich trage aus Prinzip keine bescheuerte Mundschutzmaske. Ist widerlich schleimig und sieht beknackt aus. Auch im last year trend Black Cyberpirate Atemschutzmaske bescheuert.

Hipster Cafe als Mischung aus australischer Gold Coast und Jamaika.

Super Wetter eigentlich für einen Cappuccino. Und super, wie mein XR auch ohne Digitaldings den Hintergrund unscharf macht. Optik bitches.

Laden für Uniformen. Irgendwie etwas apokalyptisch.

Touristenmassen und Sights as one. Wer alle findet gewinnt: Touristeninfo von Kengo Kuma, Rikscha mit sexy Zugjunge, Asahi Beer Shape Gebäude mit goldenem Scheißhaufen, Skytree Fernsehturm (nicht Bioladen). Nur eins fehlt. Siehe nächstes Bild.

Kaminarimon in Asakusa. Lange nicht gesehen. Immer gleich. Mehr Touristen. Alles abgehakt. Google Bildersuche wäre für die meisten hier auch ausreichend gewesen. Wie wäre es mit interkulturellem Kunstmuseum oder kompliziertem Kaiseki Dinner? Too much you say…

Kaufhaus in Ost Tokyo in generischer Europa Architektur. Voll.

Hippes Café am Skytree mit Bar und starken Drinks von hübschen Kellnern in Smart Casual Dress. Tagsüber.

Ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr.

Grüße! 🐗🎉

Merry Christmas, Internet!

Ihr wisst vielleicht, dass in Japan Weihnachten eher ein Klon von Valentinstag ist. Also alles romantisch und mit happy ending wie in der Weihnachtsepisode deiner Lieblingsserie.

Also, was kann ich da noch hinzufügen, außer einfach ein paar Stadtfotos vom Kitsch und Winter in Tokyo.

Find the fake Brand. Streamer Coffee Bar irgendwo in einem umbenannten Bürokomplex in Harajuku.

Hippe Kids vor einem trendigten Kaffeeladen ohne richtige Sitzgelegenheiten. Dafür alle in teurer Markenklamotte. Shimokitazawa.

Package One. Box in Grau mit Anzug-Schneiderei. Shimokitazawa.

Baulücke wartet auf Neubau.

Shinjuku gesehen von einem Dach in Shimo-Kitazawa. Glitzernd in der Abendsonne.

Nahe Jinbocho mit Hochhäusern und Park.

Park nahe Kaiserpalast im Herbst Orange.

Bücherwurms auf der Straße in Jinbocho.

Rosa Himmel, gelbe Stadt. Abends in Harajuku.

Sushi Koch am Telefon bei Firmenfeier

Achtung, dieses Foto enthält einen Fuji Berg. Nur wo? Aber auch viel Orange als Trendfarbe.

Tonkatsu. Manche sagen auch: dickes Schnitzel.

Finde Walter! Weihnachtsmänner demonstrieren für bessere Arbeitsbedingungen in Marunochi.

Quatsch, die Angestellten der umliegenden Boutiquen veranstalten eine kitschige Marketing-Parade, natürlich.

Marunochi ohne Weihnachtsmänner in Lichterketten.

Sollten die Farben dieser Fotos unerklärlich klar und übernatürlich stark rüberkommen, liegt das nicht an euren letzten therapeutischen Tabletteneinwurf, sondern an der automatisch computerverarbeiteten Fotografie meines neuen iPhones XR (in Rot). Sorry. It’s reality now. 😛

Frohe Weihnachten euch allen! 🧚‍♂️🎅🏿🦄

Weiteres Rot im Herbstlichto

Kameratouren sind Spaßig. Heute bin ich in den Yuppie Stadtteilen Naka-Meguro und Daikanyama rumgelaufen. Wieder mit der RICOH GR:

Dabei fielen mir natürlich sofort die vielen lässig ausgewählten Markenteile auf die alle außer die Touristen angeworfen hatten. Super schick natürlich. Herbstmodezeit eben.

Auf dem Rückweg kam ich am neu gebauten Hochhauskomplex Shibuya Stream vorbei wo ein früher überdauert Kanal neu geöffnet wurde. Aber alles sehr Beton-Begradigt. Nature No! Ist wohl das Motto. Etwas kühl dadurch und schade für die verpasste Chance auf Begrünung und Belebung.

Etwas entgegen dem Trend wieder 2000er Glasbausteine ohne Holz oder viele Pflanzen. Aber dafür viele kleine über bunte Instagram-Ready Fast Food Kneipchen. Etwas lahm im witzig, spritzigen Lemonadencocktail Shibuya.

🦖👯‍♂️🍹

Rötungen

Sexy Kostüme und wilde Touristenaufstände zu Halloween sind vorbei, neue iPhones sind draussen und die Japaner schmeissen die Kotatsu-Tischheizung an. Es ist Herbst und ich habe eine etwas ältliche Digitalkamera wiedergefunden und wieder ausprobiert. Ist es jetzt Retro mit Vollformat-chip und quadratischer Taschenkamera von Ricoh (GR von 2014) auf die Strasse zu gehen? Kein Filter und Onboard Raw Datei Entwicklung. Ich kenne es kaum noch, so ganz ohne iOS Auto HDR und Anti-Rockfoto always on Shutter Sound.

Naja die Fotos transferiere ich jetzt aber per überteuertem Apple Adapterstecker übers Endgerät in die Blogosphäre. Hier die Eindrücke aus Tokyo. Ohne Kommentare. Wie ein stiller Herbstspaziergang eben.

Die Technik funktioniert anscheinend noch super. Geniesst den Herbst mot Käffchen und Schweineschnitzel. 🍁🍂☕️