Reise mit Garten

Ich war in China, der Kaiser war leider gerade unpässlich. Aber dafür konnte ich zwei der Weltkulturerbe Gärten von Suzhou entdecken. 

Der eine „Garten des Meisters der Netze“ war klein und leider sehr in schlechtem Zustand, und obwohl es eine der wenigen UNESCO Stätten in ganz China ist. Man durchquert ummauerte kleine Szenen nach Szenen und endet irgendwann wieder beim Anfang. 

Hier die Fotos vom ersten Garten:


Dann war da noch der zweite Garten „Der Garten des demütigen Verwalters“. Dieser ist der größte wohl und auch in einem viel besseren Zustand. Außerdem war er völlig überrant von übermäßig ultratrendigen Oberstufenschülern. Ein Catwalk in London war nix gegen die Kids mit Instagram Sucht wie in Berlin Mitte. Yamamoto und Paul Smith waren quasi auch persönlich vor Ort. 

Genießt lieber die Bilder als mein Gelaber:


Und jetzt noch etwas Essen für das Rundumbildungsprogramm. Wirkliche Inhalte werden hier sonst nicht vermittelt. 

Die Internetzensur war wirklich nervig. Aber nicht wirklich effektiv. Und obwohl ich mit einer ganzen Batterie an VPN Tunneldiensten die Firewall durchbrechen konnte, rissen deren Verbindungen dauernd ab oder wurden dann blockiert. Das Netz war zudem mobil und im Wifi immer lahm wie eine Alpaca-Patroullie. 

Aber zur Entspannung noch ein Foto von Live-Musik im Hotel. Die Videofunktion in dem Blog war mir zu teuer. Also Phantasie bei der Melodie bitte. 


Zugfahren ist total unpraktisch und es wird sich mehr angestellt und mehr geröntgt als in Heathrow. Mega anstrengend. Dafür gibt es ICEs und Shinkansen an einem Gleis und auch einen Transrapid.

Das war die Reise nach Suzhou und ein paar Stunden Shanghai. . 

Bye  👋 

Tadao Ando Huldigungsübungen

Das National Art Center Tokyo hat gerade eine Ausstellung über den sehr bekannten, aber etwas in die Jahre gekommenen japanischen Architekten Tadao Ando. 

Er ist bekannt für Bentonbauten, die stark mit dem einfallenden Licht spielen. Hier mein Foto von der extra für die Ausstellung nachgebauten Kirche mit einer Kreuz Öffnung am Raumende für die richtige „Erleuchtung“ des Saals. 

Menschen spielen bei dem anscheinend sehr autokratischen Architekten keine Rolle. Seine Sichtbetonbauten sind chaotisch, schlecht gelayoutet und total unpraktisch. 

Das einzige was ihm wichtig ist, ist das Licht. Damit werden Tempel und Sakralbauten jeder Art ausgegossen, ob Kieche, Buddha, Museum oder Villa. Immer nur der erschlagende Eindruck zählt. Keine Funktion oder – außer das Licht – keine spannenden Elemente. 

Mit Bauhaus hat das nichts hu tun. Seine religiös an gepilgerten Fans aber schienen begeistert. 

Kauft bicht jeden scheiß. Ich brauche jetzt einen funktionslosen Hipster-Kaffee. 

Reise zur Villa des Kaisers am Strand

Der Kaiser von Japan hat eine Villa am Strand. Und das ist jetzt keine Gutenacht Geschichte. Der Strand heißt Isshiki bei Hayama und liegt so 1,5 Stunden von Tokyo entfernt. Also perfekt für einen entspannten Tagesausflug zum Strand direkt vom indurtial Scandinavian Hipster Café . 

Das Beste ist, dass die ganzen romantischen Pärchen auf Weekend Dates völlig verliebt eine Station vorher für den  Touristenstrand die Bahn verlassen. Geheimtipp für die Trendszene Tokyos also. 

In der Kleinstadt vor dem Strand gibt es eine kleine Einkaufstraße. Leider hat irgendwer vergessen sie nsch den 80er Jahren in die Gegenwart mit zu nehmen. Kimonoläden und teure Mode, die nur reiche Omis noch schön finden. Dafür einen Tofu Laden. Der hat ein Mittagsmenü mit einem Set Lunch mit allem aus Tofu. Foto:


Ja hier ist alles Tofu. Außer der Reis natürlich. Kleiner Proteinschock vor dem Meer. Aber psst: vegetarosch ist in Japan fast nix. Der Fond für die Gerichte (Die Suppe für die Soßen, Dashi) ist imme aus Fisch. 

Das Meer ist dann traumhaft. Die Villa des Kaisers am Strand mit gelangweilten Polizisten im Wärterhaus hinter uns schauten wir über die Wellen gegenüber auf den Berg Fuji. Sagenhaft. Der Berg ist hinten links hinter Wolken.  

Klickt auf das Panorama für ein großes Bild. 


Bekannt für die Sonnenuntergänge blieben wir am Strand und ließen uns von den etwas zu gechillten und völlig besoffenen Strandboys zuquatschen – sie müssten nämlich ihr Englisch trainieren. Alkohol ist der beste Lehrer. 

Leider ist der alte Berg ein Süchterner. Da hilft auch kein Bierchen. 

Jetzt wisst ihr wieso der Kaiser hier seine Villa hat. Eine Moral von der Geschicht gibt es nicht. Aber dafür ein Foto von einem bunten Milchshake:


Und wenn ihr immer noch nicht überzeugt seid, dass mich die Tourismusbehörde Japans mit Sashimi besticht, hier noch ein Bild von dem Omikoshi Schreinumzug aus meiner Nachbarschsft, die mich nach der Arbeit fast überrannt hätten: 

Viel Spaß bei der Bundestagswahl! Ich habe per WahlSwiper, Wahl-o-mat und Zeitungstexten die Briefwahl schon lange hinter mir. 🕺🌴

Wabi-Sabi-ism, the essence of Minimalism

Japan has this very distinct term called Wabi-Sabi or 侘び寂び, which does not easily translate into German or English. 

Jisho.org defines it as follows: 

aesthetic sense in Japanese art emphasising quiet simplicity and subdued refinement​

Simplicity and refinement. Sounds familiar? Maybe it is. I, for one, have blogged about it’s marks on Japan and the world countless times. It can be in garden design, food preperations, architecture, tea bowls, modern furniture or even digital gadgets. 

First though I recommemd you to understand the historical development of the term. As outlined very well by the blog Tofugu, Wabi-Sabi was distilled by the higher classes in Japan especially during the Edo times of nearly full national isolationism. And it evolved to becoming the go-to adjective when describing most tourist attractions in Japan. 

At the end of the text the author cites a professor from the University of London:

[It is] very close to minimalism nowadays, but it’s minimalism with a conscious choice.

And that should sound familiar. Ever heard of Bauhaus? Or Form Follows Function? Functional simplicity through refinement and design improvements? Or even simple sustainable design?

The british Designer Jasper Morrison brought this point to me in an interview he had with the NZZ this spring. 

He is one of the big names behind Muji’s great array of houshold goods. And Muji is the perfect example of modern Wabi-Sabi or as you might think Bauhaus Design. 

Morrison calls objects that follow such a design „supernormal“ and discribes their simplicity like this:

 […] Dinge, die supernormal sind, sind nicht einfach nur alltäglich und gut, sondern bleiben über eine lange Zeit funktional und richtig. 

[…] Things that are supernormal are not just commonplace and good, but they remain functional and right for a long time. 

My entrie flat is furnished with them. Simple, great materials, completely functional and giving you a sense of undistracted self, when you sit in it. No pattern that distracts or kitsch that you have to endure. No unneeded hooks or buttons. Just right and simple. Like Bauhaus wants to be. 

But most people who visit it mistake me for some kind of religious minimalist. An extreme form of Zen that needs to be admired like a marathon runner or ascetic monk. However from the perspective of modern Wabi-Sabi or Morrison choosing things that last amd simply fullfil their intended function over the ages, is a logical and frugal solution and leads to improved design, rather than a religion for its own sake. Simplicity amd Refinement. 

Wabi-Sabi also includes the acceptance and design for wear and tear. Like in a perfectly functionally planned moss areangment on a tea house’s roof (Function is to make you feel in wild nature) or a imperfect glazing on a tea cup. The intention is to point to the imperfection and relish in it.  Modern design does this as well with ideas like planned ageing of concrete or the used leather of your iPhone case. 

Simplicity that lasts, accounts for the wear as a form of beauty because its function remains relevant. Let’s see how my Muji showroom apartment does over the years then. 

Get more design in your live. 👯‍♂️📱

Education Reform anyone?

Can a robot [Machine Learning Program] pass a university entrance exam?

Diese Frage beantwortet die japanische Forscherin Noriko Arai eindeutig mit ja. Sie hat es ausprobiert. 

Aber ihre Schlussfolgerung ist Reform des Bildungssystems, denn standartisierte Tests und Anorexie-Lernen sind natürlich automatisierbar. Kreativität, Selbstkenntnis, Kommunikation odet Problemlösung werden damit niemandem beigebracht. Dies sind aber einige der  wichtigen Fähigkeiten im Informationszeitalter. 

Also mehr Waldorfschulen oder mehr Gruppenprojekte und Auslandsaufenthalte? Was denkt ihr? Kommentate sind aktiviert.

Domo Arigato Mister Roboto. 🤖